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Der KSV Hessen Kassel ist wieder ein rechtsfähiger Verein

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Von: Frank Ziemke

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Eine Karte auch für die Löwen: KSV-Marketingleiter Michael Krannich, Regionalmanager Holger Schach und KSV-Vorstand Daniel Bettermann präsentieren die GrimmHeimatCard. Foto: Fischer
Eine Karte auch für die Löwen: KSV-Marketingleiter Michael Krannich, Regionalmanager Holger Schach und KSV-Vorstand Daniel Bettermann präsentieren die GrimmHeimatCard. Foto: Fischer

Kassel. Wegen des Insolvenzverfahrens war die Rechtsfähigkeit des KSV Hessen als Verein aufgehoben worden. Seit Freitagabend, als eine außerordentliche Mitgliederversammlung tagte, ist dieser Punkt nun behoben. Sportlich hakt es allerdings noch.

Jetzt fehlt nur noch, dass der Ball rollt. Ob das Spiel des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel gegen die Offenbacher Kickers am Montag (20.15 Uhr) stattfinden kann, steht aber in den Sternen. Beziehungsweise im Wetterbericht. Der drohende Frost könnte den Jahresstart der Löwen verhindern. Entschieden wird am Montagmorgen nach einer erneuten Platzbegehung. Das ursprünglich im Falle eines Spielausfalls für Samstag angesetzte Testspiel gegen den ASC Dortmund wurde vorsorglich gestrichen.

Sportlich steckt der KSV also noch in den Startblöcken. Organisatorisch ist er bereits herausgekommen. Die kurzfristig angesetzte außerordentliche Mitgliederversammlung gab den Klubgremien am Freitag Grünes Licht und feierte eine neue „Nummer eins“. Fast 100 Mitglieder waren in Eppos Clubhaus gekommen. Sie gaben in der 14 Minuten dauernden Veranstaltung einstimmig ihr „Ja“ zu Wiederherstellung der Rechtsfähigkeit des Vereins. Diese war durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens aufgehoben worden.

Als das erledigt war und der offizielle Teil der Veranstaltung beendet, trat Vorstandsmitglied Swen Meier ans Mikrofon, würdigte Insolvenzverwalterin Jutta Rüdlin für ihre hervorragende Arbeit und überreichte ihr unter dem Beifall der Löwen ein Trikot mit der Rückennummer eins. Die „eins“ ist dabei als Schulnote gemeint.

Rüdlin selbst hatte der Versammlung noch einmal den Ablauf des Verfahrens skizziert. „Es ist alles optimal gelaufen“, stellte sie fest und wünschte dem Verein ein gute Hand bei der Gestaltung einer soliden Zukunft. Zuvor hatte Aufsichtsratsmitglied Enrico Gaede die Mitglieder begrüßt und ausdrücklich den Gläubigern für ihr Vertrauen gedankt und „für die Chance, die sie uns gegeben haben“.

Seit Mitte Januar ist der KSV Hessen Kassel nun schuldenfrei.

Mittags hatte es bei den Löwen bereits eine Pressekonferenz gegeben zur Kooperation mit der Grimm-Heimat Nordhessen. Zuschauer können nun mit der Grimm-Heimat-Card zwei Heimspiele der Rückrunde kostenlos besuchen. Die Karte kostet 39,95 Euro und bietet freien Eintritt in über 80 Freizeitbetrieben. Sie muss zu den Spielen am Ticketschalter vor der Haupttribüne vorgezeigt werden. Dann gibt es eine Stehplatz- oder gegen Aufpreis eine Sitzplatzkarte. Holger Schach, Geschäftsführer der Regionalmanagements, erklärte: „Über die Gelegenheit, gemeinsam mit dem Traditionsverein KSV für die Region zu werben, freuen wir uns sehr.“

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