Baunatal gegen den KSV Hessen

Glückskind und Pechvogel des Nordhessenderbys: Evljuskins Jubel, Künzels Tragik

+
Das Glückskind: Sergej Evljuskin (links) bereitete den entscheidenden Treffer vor und feierte nachher auf dem Zaun. 

Viele Chancen sahen die 2200 Zuschauer während des Nordhessen-Derbys der Fußball-Hessenliga nicht.

Und so entschied eine einzige Aktion das Duell zwischen dem KSV Baunatal und dem KSV Hessen Kassel: In der 60. Minute zog Sergej Evljuskin im Strafraum an Baunatals Maximilian Blahout vorbei, passte scharf in die Mitte. Dort versuchte Niklas Künzel zu klären, grätschte den Ball aber ins eigene Tor. Der KSV Hessen gewann in Baunatal 1:0 (0:0). Das Derby hinterließ ein Glückskind und einen Pechvogel.

Das Glückskind

Aus dem aktuellen Kader tragen nur Sebastian Schmeer und Marco Dawid das Trikot des KSV Hessen länger als Sergej Evljuskin. 2014 kam er vom Goslarer SC nach Kassel. Und auf „Siggi“ ist immer Verlass. Lange war er Stammspieler, mittlerweile springt der 31-Jährige durch seinen Job bei der Polizei meistens da ein, wo es gerade brennt. Sein Arbeitsfeld ist eigentlich die Defensive.

Gegen Baunatal verrichtete Evljuskin seinen Job gewissenhaft, bei Eckbällen setzte sich der 1,78 Meter große Kirgise gegen größer gewachsene Gegenspieler durch und sorgte schon das eine oder andere Mal für Gefahr. In der 60. Minute war es dann auch Evljuskin, der für den entscheidenden Moment dieses Derbys sorgte.

Der Mittelfeldspieler nahm den Ball mit dem Rücken zum Tor im Strafraum an, drehte sich blitzschnell um Gegenspieler Blahout herum, Querpass, Künzel, 1:0. „Ich kenne solche Situationen selbst als Verteidiger. Deswegen war es meine Intention, einfach scharf in die Mitte zu spielen. Das ist für den Gegner immer schwer“, sagte er hinterher.

Evljuskin traf nicht selbst, aber sein Geistesblitz sorgte für das Glück aufseiten der Löwen. „1:0 ist geil“, sagte Evljuskin noch. „Für mich als Defensiver ist das ein sehr gutes Ergebnis.“ Dass Evljuskin mit muskulären Problemen ausgewechselt werden musste, war nicht glücklich. Da hatte er das Derby aber schon entschieden.

Der Pechvogel

Keine Frage, Niklas Künzel war der stärkste Baunataler. Und so war die 60. Minute umso tragischer für den 23-Jährigen. „In der Situation war es schwierig für mich“, sagte Künzel nach dem Abpfiff. Der Innenverteidiger wusste nicht, ob hinter ihm ein einschussbereiter Gegenspieler stand. „Als Verteidiger geht man intuitiv zum Ball, und dann prallte der auch noch unglücklich hinten rein.“ Mit der Einstellung seines Teams war er trotz der Niederlage zufrieden. „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir haben gut verteidigt, nur nach vorn hat uns die Durchschlagskraft gefehlt.“

Der Pechvogel: Niklas Künzel machte ein starkes Spiel, traf aber auch ins eigene Tor.  

Stolz konnte Künzel auch auf seine Leistung sein. Er lieferte sich zahlreiche Zweikämpfe mit Gäste-Stürmer Sebastian Schmeer. Mit viel Körpereinsatz war der Verteidiger meistens der Sieger. Auch, weil er bei der Ballannahme von Schmeer stets eng dran war. So nahm er dem Kasseler seine größte Stärke – die Drehung um den Gegenspieler. Ein Vorteil: Der Ex-Löwe kennt Schmeer aus der gemeinsamen Zeit in Kassel noch gut.

Auch ansonsten war Künzel – zusammen mit dem ebenfalls starken Partner Maximilian Blahout – immer zur Stelle, wenn es brenzlig wurde. Er klärte, er blockte Schüsse. Und als Alban Meha auf und davon war, stoppte er ihn mit großem Einsatz nah an der Grenze zur Notbremse. Nur einmal hatte er an diesem Tag Pech. In der 60. Minute. Bei seinem Eigentor.

Derby in der Hessenliga: KSV Baunatal empfängt KSV Hessen

.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler
.
 © Christian Hedler

Das ist der aktuelle Stand in der Fußball-Hessenliga

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.