Hessenliga im Überblick

KSV Hessen Kassel, KSV Baunatal und FSC Lohfelden bei Heimspielen gefordert

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Wieder auf dem Posten: Der zuletzt erkrankte Niklas Hartmann kehrt gegen Eddersheim voraussichtlich zurück ins Tor der Löwen.

Auf der Zielgeraden vor der Winterpause sind die heimischen Hessenligisten KSV Hessen Kassel, KSV Baunatal und FSC Lohfelden an diesem Wochenende in drei Heimspielen gefordert.

Im Auestadion treffen die Löwen am Samstag um 14.30 Uhr auf den FC Eddersheim. Das Hinspiel gewannen die Kasseler 3:1, aber KSV-Trainer Tobias Cramer sieht in den Gästen aus dem südhessischen Main-Taunus-Kreis eigentlich mehr Potenzial, als der achte Tabellenplatz den Anschein erweckt. 

Der favorisierte KSV Baunatal empfängt ebenfalls am Samstag (14.30 Uhr/Parkstadion) Viktoria Griesheim und sollte eigentlich in der Lage sein, den Tabellenvierzehnten in Schach zu halten. Erst am Sonntag (14.30 Uhr/Nordhessenstadion empfängt der FSC Lohfelden die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz.

KSV Hessen Kassel: Hartmann kehrt gegen Eddersheim zurück

Die Bilanz auf der Zielgeraden wollen sie sich nicht verderben lassen. Am Samstag (14.30 Uhr/Auestadion) empfängt derKSV Hessen Kassel den FC Eddersheim zum vorletzten Heimspiel vor der Winterpause. „Eddersheim möchte ich nicht am Tabellenplatz messen“, sagt KSV-Trainer Tobias Cramer über den Achten der Fußball-Hessenliga. Bereits im Hessenpokal hätten die Eddersheimer ihre Stärken unter Beweis gestellt. Zudem hätten die Südhessen als Aufsteiger aus der Verbandsliga gut nachgelegt, sagt der Löwen-Trainer.

Dabei klingen vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen nicht sonderlich erfolgreich, wenn man mal einen Blick auf die Eddersheimer Ergebnisse wirft. Dennoch spielt der FC eine durchaus akzeptable Saison. Sogar einen Sieg gegen den Tabellenführer Gießen verbuchten die Südhessen bereits.

Und der FC hat in Turgay Akbulut einen herausragenden Angreifer, der bereits 15 Tore erzielen konnte und damit auf Platz drei der Torschützenliste der Hessenliga steht.

Auch wenn der Sieg gegen den Tabellenletzten Ederbergbland vom vergangenen Wochenende nicht die Messlatte sein dürfe, sieht Cramer seine Mannschaft in der Favoritenrolle. Nicht zuletzt, weil auch Stammtorhüter Niklas Hartmann zurückkehren wird.

„Niklas Neumann hat gegen Ederbergland ein wirklich gutes Spiel abgeliefert, aber Niklas Hartmann ist eben unsere Nummer eins“, sagt Cramer weiter. Das Gleiche sagt der Stammtorhüter selbst: „Meine Erkältung liegt hinter mir. Ich bin auf dem Weg von 80 auf 90 Prozent. Am Samstag will ich wieder bei 100 stehen“, sagt der 29-Jährige. Im Lager der Löwen hatten zuletzt einige Spieler mit Erkältungssymptomen zu kämpfen. Dazu gehören Sebastian Schmeer und Adrian Bravo Sanchez. Sehr wahrscheinlich ausfallen werden Egli Milloshaj (muskuläre Probleme) und Tim-Philipp Brandner (Muskelfaserriss).

Taktisch macht sich Trainer Tobias Cramer auf einen defensiv ausgerichteten Gegner gefasst: „Ich habe mir das Video vom Eddersheimer Spiel gegen Waldgirmes angeschaut. Eddersheim beherrscht die Abläufe, um Torchancen zu schaffen. Einzig im Abschluss hatten sie immer wieder so ihre Probleme, aber da geht es uns ja nicht unbedingt anders.“

Damit es nicht zu oft zu diesen Chancen kommt, wünscht sich Torwart Hartmann eine schnelle Rückwärtsbewegung seiner Mitspieler und warnt die eigene Defensive vor FC-Torjäger Akbulut: „Der ist abgezockt und macht aus halben Sachen ein Tor.“ (sol)

Zum Thema: Das ist der Spielplan des KSV Hessen Kassel für die Saison 2018/2019

Personalsorgen beim KSV Baunatal bleiben

Mit einem breiten Kader ist der KSV Baunatal in die Saison der Fußball-Hessenliga gestartet. Aber selbst dieser kam durch Verletzungen und Sperren zuletzt an seine Grenzen. Beim Heimspiel gegen Viktoria Griesheim (Samstag, 14.30 Uhr, Parkstadion) bleibt die Lage angespannt. Die positive Nachricht vorweg: Im Vergleich zur Partie in Bad Vilbel kehren Fatih Üstün (Sperre) und Kevin Degenhardt (Erkältung) zurück. Auch Florian Heussner könnte nach seiner Verletzung wieder im Kader stehen. 

Dafür sind die Einsätze von Nico Schrader (Erkältung) und Vyacheslav Petrukhin (Wadenprobleme) fraglich. Für Kapitän Mario Wolf kommt nach seiner Zerrung ein Einsatz wohl zu früh. Daniel Borgardt ist noch für zwei Spiele gesperrt – ebenso wie Jonas Springer. Besonders bitter: Springer wäre gegen Griesheim eigentlich wieder spielberichtigt gewesen. Im Heimspiel gegen Friedberg regte er sich als Zuschauer aber über die umstrittene Rote Karte für Borgardt auf. 

Den Ball im Blick: Der Baunataler Fatih Üstün (rechts) kehrt nach seiner Sperre zurück.

Der Schiedsrichter bekam dies mit, meldete es, und die Sperre von Springer wurde um zwei Partien verlängert. Außerdem fehlen die Verletzten Patrick Krengel und Rolf Sattorov weiter. Aber trotz der personellen Situation bleiben die Baunataler zuversichtlich. 

Schließlich war die Lage in Bad Vilbel nicht rosiger, und dort beendete der KSV mit dem 1:0 seine sieglose Serie von fünf Ligapartien. „Die Jungs haben dort Charakter gezeigt. Der Sieg war wichtig für die Köpfe“, sagt Trainer Tobias Nebe. Er spricht von einer „tadellosen Leistung“ in Bad Vilbel, die sein Team nun gegen Griesheim wieder abrufen muss. 

Auch wenn die Gäste auf einem Abstiegsplatz stehen, warnt Nebe: „Sie sind taktisch sehr diszipliniert, laufstark und haben nach vorn ein unheimliches Tempo.“ Daher wird es für die Baunataler darauf ankommen, die richtige Balance zwischen Angriff und Abwehr zu finden, um den Griesheimern keine Kontersituationen zu ermöglichen. (mko)

FSC Lohfelden ist auswärts stark

Auswärts läuft’s beim FSC Lohfelden, wie drei Siege in Folge beweisen. Dass es der Fußball-Hessenligist auch auf eigenem Platz kann, obwohl die letzten drei Partien verloren gingen, will er am Sonntag (14.30 Uhr, Nordhessenstadion) zeigen. Zu Gast ist die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Der letzte Heimsieg gelang am 5. September gegen Bad Vilbel. Die seitherigen drei Partien gingen verloren. 

Ob der FSC lieber auswärts antreten würde? „Um Gottes Willen, nein. Gegen Gießen kann man natürlich unterliegen. Aber gegen Alzenau und Eddersheim haben wir uns auch etwas dumm angestellt. Da hätten wir nicht verlieren müssen“, sagt Nasuf Zukorlic. Der Angreifer weiß aber auch: „Wenn wir zu 100 Prozent funktionieren, ist es egal, wo oder gegen wen wir spielen.“ Mit vier Siegen aus fünf Spielen unter Trainer Sedat Gören, der den glücklosen Alfred Kaminski ablöste, hat die SG Barockstadt allmählich Anschluss zum oberen Tabellendrittel gefunden. 

Immer dabei beim FSC: Nasuf Zukorlic.

Ob dies als Indiz dafür gelten kann, dass die Fusion aus Borussia Fulda und TSV Lehnerz sich nach anfänglichen Wirren gefunden hat, ist fraglich. Zukorlic selbst spielt eine überzeugende Saison. Ebenso wie Enis Salkovic, Dominik Schneider und Janik Szczygiel stand er in allen 17 Partien auf dem Platz und ist mit sieben Treffern erfolgreichster Schütze des FSC. „Komisch, ich treffe tatsächlich ab und zu ins Tor“, sagt der 26-Jährige, der früher zu viele Gelegenheiten ausließ, selbstironisch und ergänzt: „Aber ich muss mir den Vorwurf machen, dass das immer noch zu wenig ist.“ 

Dass sich die Osthessen revanchieren wollen, weil ihnen die Lohfeldener mit dem 3:3-Unentschieden gegen Lehnerz am letzten Spieltag der vorigen Saison die Teilnahme an der Regionalliga-Aufstiegsrunde verdarben, glaubt Zukorlic nicht: „So ist Fußball. Ihr Weg führte halt leider über uns.“ (wba)

Das ist der aktuelle Spielplan der Hessenliga und die Tabelle

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