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2:1 im Hessenpokal – Fischer erlöst den KSV spät

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Er hat für den Siegtreffer gesorgt: Marcel Fischer (links), hier im Spiel gegen Freibergs Azur Velagic, erzielte das 2:1 in Bad Soden.
Er hat für den Siegtreffer gesorgt: Marcel Fischer (links), hier im Spiel gegen Freibergs Azur Velagic, erzielte das 2:1 in Bad Soden. © dieter schachtschneider

Der KSV Hessen hat sich in der dritten Runde des Fußball-Hessenpokals lange schwer getan, am Ende dann aber doch knapp beim Verbandsligisten SG Bad Soden gewonnen. Die Löwen hatten beim 2:1 (1:1) ein klares Chancenplus, doch mussten lange ackern, bis Marcel Fischer die Erlösung gelang.

Fünf Minuten waren noch zu spielen, bis das Elfmeterschießen den Sieger hätte bringen müssen. Dann brachte Nils Stendera einen Freistoß von links in die Gefahrenzone, Bad Soden pennte und Fischer grätschte freistehend zum Sieg ein (85.) – Erleichterung bei Kassel, Enttäuschung bei den Hausherren, denn danach passierte nichts mehr.

„Standards sind immer wichtig im Fußball. Aber natürlich ist es ärgerlich, dass du so viele Chancen hast, aber die Tore nicht machst“, sagte KSV-Coach Tobias Damm, der die Erlösung gerne auch schon früher am Abend erlebt hätte. „Aber so ist es dann gelaufen, wie so ein Pokalspiel eben läuft“. Das Siegtor war einstudiert, der Freistoß schnell ausgeführt und Fischers Laufweg clever, ergänzte der Trainer.

Die Chancen häuften sich Mitte der ersten Hälfte auf Kasseler Seite. Die Löwen schnupperten mit jedem Abschluss mehr an der Führung, Fischers Kopfball war die dickste Gelegenheit, doch der Pfosten spielte nicht mit (22.). Ärgerlich für die Nordhessen: Quasi im Gegenzug hielt Marcel Trägler einfach mal drauf und brachte Soden per Distanzschuss in Führung (23.). Doch wenig später nutzte Kassel die Unordnung im Sodener Strafraum nach einer Ecke, die gar nicht nötig gewesen wäre, in Person von Kevin Nennhuber zum schnellen Ausgleich, nachdem Daniele Vesco quergelegt hatte (31.). Danach nahmen sich beide Teams eine Pause bis zum Halbzeitpfiff.

Hälfte zwei begann erneut rasant, Kassel bestimmte das Geschehen direkt wieder und hätte viel früher Ruhe haben können. Doch Marco Aulbach im Sodener Tor verhinderte mehrfach den Rückstand. Selbst, als er geschlagen war, war bei Nael Najjars Lupfer noch Okyere zur Stelle, der artistisch auf der Linie klärte (62.). Einmal rappelte noch das Aluminium, als Maurice Springfeld aus großer Distanz die Latte traf (71.). „Der Sodener Torwart hat mit Sicherheit schon viele gute Spiele gemacht, aber heute wahrscheinlich eines der besten“, musste auch Tobias Damm anerkennen.

SG Bad Soden: Aulbach - Mezini, Zeller, Ehlert, Fiorentino, Neiter, Vinojcic, Okyere, Gavric (70. Memeti), Kymlicka, Trägler

KSV Hessen: Zunker - Mißbach (59. Kahraman), Nennhuber, Brill, Fischer, Durna, Vesco (90. Rakk), Stendera, Jones (79. Iksal), Springfeld, Najjar

SR: Safi (Hanau) - Z: 350

Tore: 1:0 Trägler (23.), 1:1 Nennhuber (31.), 1:2 Fischer (85.)

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