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KSV Hessen am Wochenende doppelt gefordert: Hier die Israelis, da Marc Stendera

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Von: Maximilian Bülau

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Der israelische Zweitligist Hapoel Nir Ramat HaSharon mit Trainer Haim Shabo in Kassel.
Sie trainieren auf dem G-Platz in Kassel: Coach Haim Shabo vom israelischen Zweitligisten Hapoel Nir Ramat HaSharon gibt seinen Spielern Anweisungen. © Pia Malmus

Tobias Damm freut sich aufs Wochenende. Auf heute und morgen. Für den Trainer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel und seine Spieler stehen gleich zwei Tests an. Heute ab 19 Uhr ein ganz besonderer.

Kassel – Denn mit Hapoel Nir Ramat HaSharon ist der Gegner ein israelischer Zweitligist, der noch bis Dienstag in Kassel zu Gast ist. Tickets für die Partie im Auestadion gibt es an der Tageskasse, Dauerkarteninhaber und diejenigen, die eine Tages- oder Dauerkarte für die documenta haben, kommen kostenlos rein. Morgen treten die Löwen bei Nordost-Viertligist Carl Zeiss Jena an (14 Uhr).

Die Tests

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam das Team von Hapoel Nir Ramat HaSharon in Kassel an. Der Zweitligist trainiert auf dem G-Platz, hat nicht nur ein sportliches Programm in Nordhessen. Heute gibt es ab 14 Uhr beispielsweise einen Empfang im Rathaus. Gestern besuchten Spieler und Trainer die Gedenkstätte Buchenwald.

Für Damm ist der Gegner ein Überraschungs-Ei. „Ich habe keine Ahnung, was auf uns zukommt. Die Jungs sehen alle sehr sportlich aus“, sagt der 38-Jährige lachend. Und fügt an: „Wir müssen aber ohnehin auf uns schauen. Zwei Wochen vor dem Ligastart ist es gut, dass wir noch mal an zwei Tagen gefordert werden und alle Spieler 90 Minuten bekommen.

Denn am Samstag geht es direkt weiter. Ab 14 Uhr treten die Löwen in Jena an, bei dem Klub, für den Silas Hagemann zuletzt aktiv war, der nun einen Vertrag beim KSV unterschrieben hat. „Ich bin froh, dass das geklappt hat. Er ist ein Junge aus der Region, talentiert, hat erste Regionalligaerfahrung gesammelt. So einen musst du nehmen“, sagt Damm.

Der Marc

Heißt mit Nachnamen Stendera, Bruder des KSV-Mittelfeldspielers Nils. Marc Stendera (26) trainiert seit gestern bei den Löwen mit. In der vergangenen Spielzeit stand der Kasseler bei Ingolstadt unter Vertrag, nach dem Abstieg in die Dritte Liga wurde die Zusammenarbeit nicht fortgesetzt. Marc Stendera ist nun erst einmal beim KSV dabei, um sich fitzuhalten. Dass er einen Vertrag beim KSV bekommt, ist unwahrscheinlich. Er selbst möchte lieber noch mal eine Liga höher angreifen, wäre wohl auch zu teuer für die Löwen. Bruder Nils ist nach seiner bakteriellen Infektion wieder fit. Und auch Hendrik Starostzik steht Coach Damm nach der Geburt seines zweiten Kindes wieder zur Verfügung.

Der Marco

Heißt mit Nachnamen Dawid. Nach dem Schock am vergangenen Samstag im Testspiel gegen Wuppertal, als Dawid im Rasen hängengeblieben war, hat sich die Lage beruhigt. „Es ist alles soweit okay. Er hat schon wieder individuell trainiert, noch leichte Schmerzen. Ich denke aber, dass er am Samstag zum Einsatz kommen wird“, sagt Damm. Er wird heute und morgen wohl jeweils eine Mannschaft durchspielen lassen. Einen Hinweis auf eine mögliche Startaufstellung für den Saisonstart in zwei Wochen bei der Reserve der TSG Hoffenheim sollen diese aber nicht geben. „Wir haben fast alle Positionen doppelt gleichwertig besetzt. Da entscheiden am Ende Kleinigkeiten“, sagt er. (Maximilian Bülau)

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