Die letzten drei Spiele im Waldstadion gewannen sie

Da fühlt sich der KSV wohl: Löwen treten am Samstag in Elversberg an

Am Samstag geht es hier rund: Im Spiesener Stadion ist der KSV zu Gast. Foto: dpa

Kassel. Nach dem 1:0-Erfolg gegen Spitzenreiter Mannheim wartet auf den Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel die nächste schwere Aufgabe: Am Samstag gastieren die Löwen beim Tabellenzweiten SV Elversberg.

Anpfiff im Saarland ist um 14 Uhr. Interessant: Die bisherigen drei Auswärtspartien gegen Elversberg in der Regionalliga Südwest gewann allesamt der KSV – und das, obwohl im Vorfeld mitunter nicht alles glatt lief. Was geschah und warum der KSV auch diesmal gern nach Elversberg fährt.

DIE VERGANGENHEIT

Das brennende Hotel: Ende März 2013 kämpfte der KSV unter Trainer Uwe Wolf um einen der ersten beiden Plätze, die zur Teilnahme an den Aufstiegs-Playoffs berechtigen. Die Partie in Elversberg sollte richtungsweisend sein. Die Löwen machten sich am Vortag auf, sie wollten in einem Hotel in St. Ingbert übernachten.

Dann der Schock: Am Abend brach im Saunabereich des Hotels ein Feuer aus. Als die Einsatzkräfte eintrafen, schlugen bereits hohe Flammen aus dem Dachstuhl. Alle Gäste mussten das Haus verlassen, an Übernachten in diesem Hotel war nicht mehr zu denken.

Uwe Wolf organisierte nachts schließlich noch eine Ersatzunterkunft in Kaiserslautern. Abenteuer pur für den KSV. Der aber wollte spielen, und als klar war, dass die in St. Ingbert zurückgelassenen Fußballsachen keinen Schaden genommen hatten, traten die Löwen an – mit Erfolg. 1:0, Torschütze Ricky Pinheiro. 

 • Die Feigenspan-Show: Die nächste Partie der beiden Teams in Elversberg gab es fast genau zwei Jahre später, nachdem die Saarländer auf- und wieder abgestiegen waren. Der damals 19 Jahre alte Mike Feigenspan absolvierte Ende März 2015 sein viertes Spiel von Anfang an. Bis dahin zeigte er immer wieder sein Talent, aber ihm gelang trotz großer Möglichkeiten nie ein Tor. Das sollte sich in Elversberg ändern: 1:0 Feigenspan, 2:0 Feigenspan. Es war die Geburt Feigenspans als Regionalligatorschütze, der in dieser Saison für Gladbach II in der Weststaffel zwölfmal traf. Nachteil: Gegen Elversberg geht es für ihn nun nicht mehr.

Der Stau: Auch Ende März 2016 gab es Probleme im Vorfeld, der KSV stand im Stau, wie sich Kapitän Tobias Damm erinnert. Erst 40 Minuten vor Anpfiff traf er am Waldstadion an der Kaiserlinde im Elversberger Ortsteil Spiesen ein. Dann ging es aber flott: 1:0 in der fünften Minute – es sollte das einzige Tor des Tages bleiben. Torschütze: Feigenspan.

DIE GEGENWART

Der KSV macht sich heute bereits auf den Weg, übernachtet in Frankfurt und hofft, dass diesmal alles reibungslos läuft und die Siegesserie im Saarland anhält. Für Kapitän Tobias Damm ist sie kein Zufall: „Gegen solche Teams kommt unser Spiel besser zur Geltung, weil wir sehr kompakt gegen den Ball arbeiten und Nadelstiche setzen.“

Fehlen werden der gesperrte Lucas Albrecht und Marco Dawid. Sebastian Schmeer ist angeschlagen, Sergej Evljushkin wieder dabei. Er könnte Albrechts Position in der Innenverteidigung einnehmen. Die Alternative: Mounir Boukhoutta. Gegen den langen Abwehrspieler spricht laut Trainer Tobias Cramer aber, dass dieses Spiel nicht in der Luft entschieden werde.

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