Was in einem Jahr alles passieren kann

Vor dem Hoffenheim-Spiel: Erinnerungen an ein 0:4

Veränderte Körpersprache: Tobias Becker. Foto:  Fischer/nh

Kassel. Eine kleine Quizfrage vorweg: Zu welchem Spiel könnte folgende Aufstellung des KSV Hessen passen? Die Antwort überrascht.

Sie lautet: Nulle - Marz (39. Nagel), Rahn, Wachowski, Becker - Dawid, Andrijanic (46. Dieck) - Schmeer, Gallus (46. Henel), Mayer - Sako 

Sie wissen die Antwort? Es ist eine Partie aus der Zeit von Ex-Trainer Jörn Großkopf, die in besonders negativer Erinnerung blieb. Am 2. Oktober 2013 lieferten die Löwen im Auestadion beim 0:4 gegen Hoffenheim II nicht nur eine katastrophale Leistung ab, sondern mussten sich dann auch noch via Stadiondurchsage in der 80. Minute anhören, dass die offiziell nur 1200 Zuschauer ihr Geld zurückbekommen.

Vom Spiel berichten wir live im Ticker.

Warum dieser Rückblick? Er zeigt vor dem Regionalliga-Heimspiel des KSV Hessen am Samstag ab 14 Uhr gegen eben diese Reserve der TSG Hoffenheim, wie schnell sich eine Mannschaft und ein Klub innerhalb eines guten Jahres verändern können. Wirft man einen Blick auf die Aufstellung von damals, fällt auf, dass im aktuellen Team der Nordhessen nur zwei Spieler zu finden sind, die damals auf dem Platz standen: Sebastian Schmeer und Tobias Becker. Jonas Marz spielt nicht mehr für den KSV (wir berichteten), Marco Dawid kam bislang nur in der Reserve zum Einsatz.

„Klar, an die Durchsage wirst du dich immer erinnern. Aber auch daran, dass wir bereits zur Pause hoffnungslos mit 0:4 zurücklagen“, sagt Tobias Becker. Und fügt schmunzelnd hinzu: „In der zweiten Halbzeit hat dann Christian Henel statt als Stürmer als zweiter Sechser an meiner Seite gespielt, um den Schaden in Grenzen zu halten.“

Jörn Großkopf wurde Mitte November 2013 entlassen, und erst als Matthias Mink den Klub im Januar dieses Jahres übernahm, ging es aufwärts. „Das war schon ein großer Umbruch. Es wurden viele junge Spieler intergriert, und alles musste sich erst wieder einspielen“, sagt Becker, der seitdem auch eine persönliche Entwicklung durchlaufen hat. „Ich bin jetzt Kapitän und versuche natürlich, den Jungs ein gutes Vorbild zu sein“, erklärt der 28-Jährige.

Nach dem Ende der Hinrunde steht der KSV nun auf Platz acht – und wie fällt die Zwischenbilanz aus? „Es steckt viel Potenzial in der Mannschaft, aber wir hätten uns ein paar Punkte mehr gewünscht. Neben starken Spielen gegen Spitzenteams gab es leider auch schwache Partien gegen Kellerkinder“, sagt Becker.

Wenn der KSV am Samstag zum Rückrundenstart erstmals wieder ein Heimspiel gegen Hoffenheim absolviert, dann ist der 2. Oktober 2013 schon ganz weit weg. Genau wie das 0:4 und die denkwürdige Stadiondurchsage.

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