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Ex-Löwe Mahir Saglik hat seine Karriere beendet: „Ich will beim Fußball bleiben“

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Von: Maximilian Bülau

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Mahir Saglik.
Zu Wolfsburger Zeiten: Mahir Saglik. © Imago/Ulmer

Wo Mahir Saglik hingekommen ist, da hat er Tore geschossen. Die meisten davon erzielte er für den SC Paderborn – doch direkt dahinter folgt der KSV Hessen Kassel.

In Nordhessen spielte der Fußballer zweieinhalb Jahre, bevor es ihn 2021 weiter zum SC Verl in die 3. Liga zog. Nun hat der 39 Jahre alte Angreifer seine aktive Karriere beendet, genießt die Ruhe nach 20 Jahren im Geschäft.

Doch Saglik gibt auch zu: „Es kribbelt schon wieder.“ Und: „Ich will beim Fußball bleiben.“ Eine Karriere als Trainer kann er sich vorstellen. Doch erst einmal will er etwas Ruhe einkehren lassen.

Ruhe hatte Saglik – nicht ganz freiwillig – zuletzt in Verl auch. Nachdem mit Guerino Capretti im Februar der Trainer entlassen wurde, der ihn geholt hatte, stand er nicht mehr Kader. Seine letzte Partie absolvierte er einen Tag vor Caprettis Entlassung. Beim 1:1 gegen Viktoria Berlin wurde er kurz vor dem Abpfiff eingewechselt.

Ein Ende auf dem Platz, das der Karriere von Saglik nicht gerecht wird. 2002 wechselte er aus der Jugend des SC Paderborn zu den Profis. Bevor er aber seine erfolgreichste Zeit bei den Ostwestfalen erlebte, vergingen noch einige Jahre, trug er noch einige Trikots. Von Paderborn nach Ahlen, zur Reserve von Borussia Dortmund, nach Österreich zu Admira Wacker, nach Saarbrücken, zum Wuppertaler SV – dort, wo er seinen Trauzeugen Tobias Damm, heute Trainer des KSV Hessen Kassel, kennenlernte – zu Wolfsburg und per Leihe zum Karlsruher SC. Saglik kann sich Deutscher Meister nennen, auch wenn er die zweite Hälfte des Wolfsburger Meisterjahres eben beim KSC verbrachte. Aber: Er stand in diesem Jahr auch acht Mal für den VfL auf dem Rasen, erzielte beim 2:2 gegen Bochum sein einziges Bundesliga-Tor in dieser Saison zum Endstand. Auch gegen den AC Mailand traf er für die Niedersachsen im Uefa Cup zum 2:2-Ausgleich. Große Momente.

Neun Jahre nach seinem Debüt bei den Senioren Paderborns folgte dann die Rückkehr. Und damit wohl auch seine erfolgreichste Zeit. Mit 15 Treffern in 29 Partien schoss Saglik den SCP in die Bundesliga. In dieser Phase sammelte er auch eine seiner eindrucksvollsten Erinnerungen im Profi-Fußball. „Klar, mein erstes Tor in der Bundesliga, die internationalen Spiele, das sind schöne, besondere Momente“, sagt er. „Aber ich werde eine Partie nicht vergessen: 2013 habe ich in Düsseldorf vier Tore bei einem 6:1-Sieg gemacht“, erinnert sich der 39-Jährige.

Saglik hat nun aber auch den SC Verl ohne Groll verlassen. „Wir haben uns ausgesprochen. Ich habe erst noch eine Zeit lang mittrainiert in der Rückrunde. Dann war ich nicht mehr dabei“, sagt er. Er lebt mit seiner Familie in einem eigenen Haus in Paderborn, will dort auch bleiben. Um die Karriere nach der Karriere hat er sich noch nicht gekümmert. Bislang. Erst einmal hat er nun länger Urlaub mit der Familie gemacht, genießt die Zeit mit seinen Söhnen. „Wegen der beiden will ich auch in der Gegend bleiben“, sagt er.

Was er sich gut vorstellen kann: Dass es ihn demnächst wieder Richtung Kassel verschlägt. Beim KSV habe er eine richtig schöne Zeit gehabt, sagt er. 48 Tore in 69 Spielen, der Aufstieg in die Regionalliga – erfolgreich war sie auch. Und vielleicht vereint ihn der Fußball ja noch einmal mit seinem Kumpel Tobias Damm. Für Saglik wäre das zumindest ein Traum. (Maximilian Bülau)

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