Saglik trifft nach 0:3 zur Halbzeit doppelt

KSV Hessen verliert 2:3 in Pirmasens – und wieder Ärger um den Platz

Mahir Saglik.
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Seine Tore reichten nicht für Punkte: Mahir Saglik traf in Pirmasens in der zweiten Hälfte doppelt, dennoch verlor der KSV Hessen 2:3.

Wer am Samstag auf Livebilder vom Auswärtsspiel des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel gehofft hatte, der wurde enttäuscht.

Kassel/Pirmasens – Dass es die vom Gastspiel beim FK Pirmasens nicht gab, hatte einen Grund. Am Donnerstag waren die Löwen darüber informiert worden, dass diese Partie nicht im Stadion stattfinden kann. Die Stadt Pirmasens hatte das verboten.

Denn: Der Klub darf keine drei Heimspiele innerhalb einer Woche dort austragen. Am vergangenen Dienstag hatten die Pirmasenser zuhause gegen Alzenau gespielt, am kommenden treten sie zuhause gegen Stadtallendorf an – dann wieder im Stadion. Gegen den KSV wurde außerhalb der Stadt auf einem Platz in einem Waldstück gespielt – so beschrieb es KSV-Trainer Tobias Damm gestern.

Der 37-Jährige war angefressen. Natürlich wegen des Ergebnisses. Die Löwen hatten dieses wichtige Duell gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf 2:3 (0:3) verloren. Aber auch wegen des Spielortes. Dieser sei nicht bei der Regionalliga Südwest angemeldet, gespielt wurde dennoch. In der vergangenen Woche hatte die Liga noch bestimmt, dass die Löwen nicht im Stadion, sondern auf Kunstrasen gegen Stadtallendorf antreten müssen. „Das ist ein Unding, eine absolute Frechheit und soll trotzdem keine Ausrede sein“, sagte Damm. Selbst der gegnerische Trainer habe sich für die Beschaffenheit des Feldes entschuldigt, sagte der KSV-Trainer.

Das alles lässt viel Platz für Spekulationen. Klar ist aber, dass der KSV diese Partie in Pirmasens in der ersten Hälfte verlor. In der die Gastgeber laut Damm mit vielen langen Bällen operierten und auf die zweiten Bälle gegangen seien. „Das haben wir desolat gemacht“, sagte er. Zur Folge hatte das aber: Dennis Krob (14. und 36.) sowie Daniel Bohl (25.) trafen zur 3:0-Führung von Pirmasens.

„Wir haben es spielerisch versucht, aber das ging auf diesem Platz nicht“, sagte Damm. „Pirmasens hat aus jeder Chance ein Tor gemacht, wir haben zweimal die Latte und einmal den Pfosten getroffen.“ In der zweiten Hälfte sei sein Team dann aber viel präsenter in den Zweikämpfen gewesen.

Und das hatte auch Erfolg. Erst war Mahir Saglik nach einer verlängerten Ecke per Kopf zur Stelle (52.). Fünf Minuten vor dem Ende wurde er im gegnerischen Strafraum gefoult und verwandelte den folgenden Strafstoß selbst. Für den Ausgleich reichte es aber nicht mehr. Damm bilanzierte: „Das ist für mich der Höhepunkt in dieser Saison an liegengelassenen Punkten.“ (Frank Ziemke und Maximilian Bülau)

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