Beim 1:1 des KSV in Hoffenheim spielt Löwen-Verteidiger mit geschwollenem Auge weiter

Merle nach Zusammenprall: „Das hat schon ordentlich gescheppert“

KSV-Spieler Ingmar Merle nach Zusammenprall mit Hoffenheimer am Auge verletzt und mit Klammern versorgt
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Stark gezeichnet: Ingmar Merle.

Kassel – Das Auge ist fast zugeschwollen, die Platzwunde darunter zieren sechs Klammern, die darüber nochmal drei. Es ist ein schmerzhaftes Mitbringsel vom Regionalliga-Auswärtsspiel des KSV Hessen bei der TSG Hoffenheim (1:1), das Ingmar Merle einem Zusammenprall nach 20 Minuten zu verdanken hat.

„Der Ball war in der Luft, und ich habe Serkan Durna im Zurücklaufen noch zugerufen, dass ich ihn nehme. Dann bin ich mit meinem Gesicht voll auf den Hinterkopf meines Gegenspielers geknallt“, erinnert sich der 31-Jährige.

Irgendwie dreht sich vieles in diesen Tagen um Inge, der nach seiner ARD-Ehrung zum Torschützen des Monats März erneut zur Wahl für den Monat April steht. Im Kraichgau hat er in den ersten 45 Minuten die beiden besten Chancen der Löwen – zunächst probierte er es frech von der Mittellinie (15.), kurz vor der Pause ging sein Freistoß knapp am linken Pfosten vorbei. Da spielte er schon fast eine halbe Stunde lang mit geschwollenem Auge. „Ich war froh, dass der Mannschaftsarzt der Hoffenheimer mich gleich versorgt hat. Durch das Adrenalin habe ich das Klammern kaum gemerkt, es hat nur ein bisschen gezwickt“, sagt Merle, der bis zur 58. Minute weiterspielt. „Ihr kennt mich ja. Ich hatte keine Kopfschmerzen oder sonstige Probleme. Hätte ich mich nicht gut gefühlt, wäre ich draußen geblieben.“

In der zweiten Halbzeit nahm die Partie dann Fahrt auf. Weil Hoffenheims Deji-Ousman Beyreuther einen Schuss des eingewechselten Leonardo Zornio auf der Linie mit dem Arm abgewehrt hatte, gab es nicht nur Rot gegen den TSG-Spieler, sondern auch Strafstoß. Den verwandelte Mahir Saglik in der 76. Minute – sein 16. Saisontreffer. „Du liegst 1:0 vorn, spielst in Überzahl – dann willst du natürlich auch drei Punkte mitnehmen. Am Ende ist das Ergebnis ein bisschen schade, geht aber über die gesamte Spielzeit hinweg betrachtet in Ordnung“, sagt Merle. Dass es doch nur ein Zähler wurde, dafür sorgte der eingewechselte Fabian Rüth, der eine Flanke von der linken Seite zum 1:1 verwandelte (85.).

Gefeiert haben die Löwen aufgrund des sicheren Klassenerhalts (siehe Hintergrund) allerdings noch nicht. „Das ist ja wegen Corona etwas schwierig. Zudem sind es noch sechs Spiele, nach denen wir auch ohne die neue Absteiger-Regelung sechs Mannschaften hinter uns lassen wollen“, erklärt Merle. Die nächste Partie gegen einen Gegner auf Augenhöhe steigt bereits am Samstag, dann ist die drei Punkte schlechter platzierte TSG Balingen ab 14 Uhr zu Gast im Auestadion.

Ingmar Merle wird dann definitiv nicht auf dem Platz stehen. „Ich war zwar am Morgen danach schon beim Mannschaftsarzt, und der hat gesagt, dass nichts kaputt ist. Allerdings sehe ich aufgrund der Schwellung nichts, und deshalb macht ein Einsatz keinen Sinn“, sagt der Löwen-Spieler. (Thorsten Kohlhaase)

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