Blick auf ein Jahr der Beruhigung

Ex-Löwe Bauer: „Der Spaß ist zurückgekehrt“

Bild der Hinrunde: Shqipon Bektashi (rechts) erzielt bei seinem KSV-Debüt gegen Elversberg in der Nachspielzeit das Siegtor zum 1:0. Links jubelt Benjamin Girth mit ihm. Foto:  Hedler/nh

Kassel. 2014 war ein Jahr der Beruhigung beim KSV. Der frühere KSV-Torjäger Thorsten Bauer blickt für uns zu verschiedenen Stichpunkten auf das Jahr zurück.

Bauer über Sportvorstand Andre Schubert

Dass Andre für den Klub gewonnen werden konnte, das war ein ganz wichtiger Schritt bei der Weiterentwicklung und Neuausrichtung des Vereins. Sein Netzwerk, sein Sachverstand und seine Kompetenz haben dem KSV extrem weitergeholfen, auch wenn seine Arbeit für den Klub nur ein halbes Jahr dauerte. Genau diese Kompetenz, die er mitbrachte, hatte dem Klub vorher gefehlt. Zusammen mit der Verpflichtung des neuen Trainers war das die wichtigste Personalie des Jahres.“

Bauer über Trainer Matthias Mink

„Er strahlt sehr viel Ruhe aus. Und dadurch hat er auch Ruhe in den Verein gebracht. Minks klare Handschrift ist überall erkennbar: ob im Auftreten außerhalb des Platzes oder in der taktischen Ausrichtung, ob im Umgang mit der Mannschaft oder mit den Medien. Die Geschlossenheit innerhalb der Mannschaft ist durch seine Art deutlich besser geworden. Mit Mink ist der Spaß zurückgekehrt.“

Bauer über seine Sorgen im Abstiegskampf

Ex-KSV-Torjäger Thorsten Bauer

„Natürlich war es knapp, so wie die letzte Saison gelaufen ist. Ich muss aber sagen, dass ich von Beginn an viel Vertrauen in Schubert und Mink gehabt habe. Ich hatte zu Beginn des Jahres deshalb auch schnell ein gutes Gefühl. Die beiden haben dafür gesorgt, dass Dinge im Verein verändert wurden. Das hat man schnell gespürt. Auf dem Platz haben die vier Neuverpflichtungen der Winterpause - Henrik Giese, Adli Lachheb, Christopher Kullmann und Raphael Koczor - recht gut eingeschlagen und für mehr Stabilität gesorgt. So wurde wenigstens das Schlimmste verhindert, auch wenn Platz 13 natürlich kein wirklich befriedigendes Ergebnis war.“

Bauer über die neue Mannschaft

„Die funktioniert. Natürlich ist die Mannschaft sehr jung, deshalb passieren Dinge wie zwei Niederlagen nacheinander gegen den jeweiligen Tabellenletzten. Trotzdem finde ich, sie hat viel mehr Zuschauer verdient, als derzeit ins Auestadion kommen. Der eingeschlagene Weg ist jedenfalls richtig. Der Verein hat keinen Druck aufkommen lassen, weil keine zu großen Ziele vorgegeben wurden. Die Mannschaft hat Zeit, sich zu entwickeln. Es gefällt mir auch, dass junge Spieler aus der Region wie Tim-Philipp Brandner, Steffen Friedrich und Mike Feigenspan dabei sind. Und mit Spielern wie Tobias Damm, Ingmar Merle, Brandner und immer noch Enrico Gaede gibt es auch Spieler, mit denen die Fans sich identifizieren können.“

Bauer über sein Spiel des Jahres

Das Freundschaftsspiel gegen Borussia Dortmund war für den KSV und die Region natürlich eine Riesensache. Es ist wichtig, positiv wahrgenommen zu werden und solche Massen zu bewegen. Mein Spiel des Jahres war aber der Heimsieg gegen Elversberg, als Shqipon Bektashi in der Nachspielzeit das Siegtor gelang. Der Erfolg steht sinnbildlich dafür, was die Mannschaft schon leisten kann. Sie ist geschlossen aufgetreten und hat bis zum Schluss an sich geglaubt. Das macht Hoffnung für das neue Jahr.“

Zur Person

Hat Ruhe in den KSV gebracht: Trainer Matthias Mink. Foto: Hedler

Thorsten Bauer, 37, ist in Kassel geboren. In die Geschichte des KSV ging der von den Fans „Fußballgott“ gerufene Stürmer als Rekordtorschütze des Vereins mit 161 Toren ein. Bauer arbeitet als Vertriebsbeauftragter bei der Barmer GEK. Er lebt in Lohfelden, ist verheiratet und hat eine 19 Monate alte Tochter. Dem KSV ist er weiter verbunden - auch in beratender und repräsentativer Form.

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