Samstag ab 15.30 Uhr bei Stuttgart II

Der KSV Hessen Kassel als Trainerkiller: Ist Fahrenhorst der Nächste?

 Adrian Alipour (oben links), Steffen Weiß (unten links), Frank Fahrenhorst (oben rechts), Thomas Brendel (unten rechts), Tobias Damm (hinten rechts) und Sebastian Busch.
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Die Löwen als Trainerkiller? Zuletzt wurden Adrian Alipour (oben links) und Steffen Weiß (unten links) bei Steinbach und Großaspach kurz nach den Spielen gegen den KSV entlassen. Die nächsten Gegner der Kasseler sind Stuttgart II mit Coach Frank Fahrenhorst (oben rechts) und der FSV Frankfurt mit Thomas Brendel (unten rechts). Rechts: KSV-Trainer Tobias Damm (hinten) und sein Assistent Sebastian Busch.

Auf die Frage, ob er ein loyaler Typ sei, antwortet Tobias Damm, ohne lange nachzudenken: „Ich würde mich schon als einen solchen bezeichnen.“

Kassel – Wer den Trainer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel etwas besser kennt, bezweifelt das nicht. Allerdings kosteten auch Spiele gegen Damms Löwen zwei seiner Kollegen zuletzt den Job. Der 38-Jährige sagt dennoch: „Wir fühlen uns nicht als Trainerkiller.“ Und macht dem kommenden Kontrahenten Mut: „Frank Fahrenhorst sitzt in Stuttgart fest im Sattel. Er ist ein guter Typ.“ Morgen tritt der KSV zum letzten Auswärtsspiel des Jahres bei der Reserve des VfB an (15.30 Uhr).

Sportlich läuft es für die Schwaben derzeit nicht wirklich rund. Nur einen Sieg aus den vergangenen elf Partien holte Fahrenhorsts Team, ein 2:0 gegen Rot-Weiß Koblenz vor zwei Wochen, bei dem mit Philipp Klement und Wahid Faghir allerdings auch zwei Akteure aus dem Bundesliga-Kader trafen. Weil am Samstag erst die U17 und dann die U19 des VfB spielen, wurde die Partie der Zweiten von 14 Uhr auf 15.30 Uhr verlegt. Abends ab 18.30 Uhr spielt die Erste dann in der Bundesliga noch auswärts in Wolfsburg.

Damm rechnet dennoch damit, dass die Stuttgarter wieder ein paar Spieler aus dem Kader der Profis dabei haben werden. Neben Faghir und Klement wurde auch Lilian Egloff zuletzt regelmäßig in der Regionalliga eingesetzt. Mit Sven Schipplock stürmt ja ohnehin ein erfahrener Ex-Profi bei der schwäbischen Reserve. „Ich persönlich hätte die Mannschaft ohnehin viel weiter vorn erwartet. Aber bei zweiten Mannschaften geht es meist mehr um Weiterentwicklung als um Ergebnisse. Der Unterschied zwischen Stuttgart und Mainz in unserer Liga ist das Körperliche. Die Mainzer sind da schon etwas weiter“, sagt Damm.

Fahrenhorst muss sich bei den Stuttgartern also weniger an Ergebnissen messen lassen. Das traf auf Adrian Alipour beim TSV Steinbach und Steffen Weiß bei Großaspach nicht wirklich zu. Alipour wurde wenige Tage nach dem 2:2 gegen den KSV entlassen. Weiß musste nach dem 0:4 in Kassel und dem 1:4 in Koblenz noch am Mittwochabend seinen Hut nehmen. In Pirmasens erwischte es vor einer Woche Patrick Fischer. Drei von vier Trainerentlassungen in dieser Spielzeit der Regionalliga Südwest. Vorher wurde einzig Angelo Barletta beim FSV Frankfurt gefeuert, Thomas Brendel – eigentlich Sportdirektor am Bornheimer Hang – übernahm wie schon in der Vorsaison das Team. Die Südhessen sind dann in der kommenden Woche Gegner des KSV beim letzten Auftritt des Jahres. Gut möglich also, dass die Partie gegen die Löwen für Brendel auch die letzte als Trainer des FSV sein wird – weil sich die Frankfurter in der Winterpause nach einem neuen umschauen.

So oder so: Damm und seinem KSV wird es zwar nicht darum gehen, die Situation dieser Trainer zu verschlechtern. Die Punkte wollen sie dennoch. Das Personal, dass dem KSV-Coach dafür zur Verfügung steht, ist aber mal wieder eingeschränkt. Aram Kahraman und Steven Rakk fehlten zuletzt krank. Kahraman könnte aber morgen wieder einsatzbereit sein. Doch auch ein KSV mit einigen Ausfällen kann wehtun. Einfach mal bei Adrian Alipour und Steffen Weiß nachfragen. (Maximilian Bülau)

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