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Trainingsauftakt der Löwen: KSV Hessen startet mit jeder Menge Hoffnung ins neue Jahr

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Von: Frank Ziemke

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(von links) Sercan Sararer, Presley Pululu, Tobias Damm und Tim Dierßen.
Erstmals am Ball: Neuzugang Sercan Sararer. © Andreas Fischer

Da sind sie wieder. Bei nasskaltem Wetter. Auf eher ungeliebtem Kunstrasen. Aber sie sind zurück am Ball. Und das machte ihnen sicht- und hörbar Spaß.

Kassel – Die Fußballer des KSV Hessen Kassel haben mit der Vorbereitung auf die zweite Hälfte der Saison in der Regionalliga Südwest begonnen. Trainer Tobias Damm versammelte die Mannschaft am Samstagmorgen. Eine etwas längere Besprechung, einige Aufwärmrunden im leichten Trab – dann stand der Ball im Mittelpunkt. „So soll das auch sein beim ersten Training“, sagt Damm, „ein leichter Aufgalopp mit hohem Spaßfaktor.“

Den zeigten Damms Jungs dann auch. Immer wieder schallte bei den verschiedenen Spielformen Gelächter über das Trainingsgelände. Mit dem erkrankten Daniele Vesco und Paul Stegmann (Studium) fehlten zwei Spieler. Mittendrin dafür die beiden Neuen. Presley Pululu, erst am Freitag verpflichtet. Und natürlich Sercan Sarerer, der Hoffnungsträger. Der gestandene Profi soll als Mann hinter den Spitzen für neuen Schwung und mehr Torgefahr bei den Hessen sorgen. 33 Jahre ist er alt. 12-maliger türkischer Nationalspieler. Jeden Menge Erfahrung aus erster, zweiter und dritter Liga. Bevor Sararer seine ersten Runden dreht, führt Damm noch ein kurzes Gespräch unter vier Augen mit dem Neuzugang, der ein Führungsspieler werden soll. „Er hat sich mit einem Personaltrainer fit gehalten. Wichtig ist nun, dass er wieder in einen Trainings- und Spielrhythmus findet“, sagt Damm.

Bei Sararer selbst stand vor allem die Erleichterung im Vordergrund, endlich wieder auf dem Platz zu stehen. „Dass es sieben Monate dauern würde, das hätte ich nie gedacht. So eine Phase hatte ich in meiner Laufbahn noch nicht. Ich bin dankbar, dass es jetzt so gekommen ist,“ sagt er. Sein erstes Fazit: „Das Training hat Spaß gemacht. Mein erster Eindruck ist sehr positiv. Das Gelände, die Kabine, das Fitnessstudio – das ist mehr als Regionalliga. Ich freue mich darauf, diese Mannschaft auf ihrem Weg zu begleiten.“

Neben Sararer und Flügelmann Pululu steht ein weiterer Hoffnungsträger endlich wieder auf dem Platz – früher als erwartet. Tim Dierßen dreht zusammen mit den angeschlagenen Noah Jones und Aram Kahraman Runde um Runde. Was andere wohl als nervig empfinden würden, bereitet dem Mittelfeldspieler, der am Sonntag 27 Jahre alt wurde, Glücksgefühle. Kein Wunder. Im Sommer hatte Dierßen sich den dritten Kreuzbandriss zugezogen. Damit kann eine Karriere auch mal enden. Dierßen ist wieder da. Und voller Hoffnung. „Die Reha ist super gelaufen. Ich habe sie angenommen und nicht als Belastung gesehen. Es gab bisher keine Rückschläge“, sagt er. Und: „Nein, an Aufhören habe ich nie gedacht. Ich möchte immer noch Fußball spielen.“ Zunächst bedeutet das für ihn vor allem viel Laufarbeit und Krafttraining. Dierßen hofft aber auch darauf, schon in der ersten Trainingswoche erste leichte Einheiten mit Ball absolvieren zu können. Tobi Damm sagt: „Es ist erstaunlich, wie weit Tim ist. Wir werden kein Risiko gehen, hoffen aber, dass er bald wieder im Mannschaftstraining ist.“

Es ist also viel Hoffnung auf eine bessere zweite Saisonhälfte, die sich da bei nasskaltem Wetter auf dem Trainingsplatz der Löwen tummelt. Mit Sararer, mit Pululu und bald auch mit Dierßen will der KSV schnell weg vom Ende der Tabelle. (Frank Ziemke)

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