„Jeden Tag etwas mehr investieren“

KSV-Stürmer Damm über den Abwärtstrend und Warten aufs erste Tor

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Es läuft nicht rund: Tobi Damm wartet auf das erste Saisontor.

Kassel. Wieder kein Sieg. Und dazu zwei verlorene Punkte beim 1:1 in Neckarelz, die Trainer Matthias Mink richtig geärgert haben.

Für Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel setzt sich der Abwärtstrend fort. Es läuft derzeit einfach nicht mehr rund nach einem überaus gelungenen Saisonstart.

„Verdammt schade, dass wir es jetzt etwas haben abreißen lassen“, sagt Tobias Damm. Keine Frage: In der Spitzengruppe mitspielen macht mehr Spaß, erst recht, wenn damit nicht unbedingt zu rechnen war. Trotz der letzten Spiele ohne Erfolgserlebnis sagt Damm aber: „Das am Samstag war natürlich unglaublich ärgerlich. Aber die Stimmung in der Mannschaft ist nicht schlecht. Und wir wollen alles dafür tun, auch die Stimmung im Umfeld wieder zu verbessern.“

Für Damm selbst läuft es ebenfalls nicht rund. Der Stürmer wartet auf sein erstes Saisontor. Verkriechen will er sich deshalb nicht: „Man muss sich auch in schlechten Phasen stellen“, findet er. Damm ist jetzt 31 Jahre alt. Er kennt solche Situationen im Fußball. „Ich versuche dann, noch mehr zu machen, mehr Gas zu geben, jeden Tag noch etwas mehr zu investieren.“ Irgendwann, da ist Damm sicher, wird der Knoten platzen. Seine Empfehlung an die Teamkollegen sieht ähnlich aus: „Natürlich müssen nun vier, fünf Spieler vorangehen. Generell gilt aber: Alle sind jetzt gefordert. Wir müssen wieder an unser Maximum gehen. Nur so sind wir erfolgreich.“

Damm ist ja auch nicht der Einzige, bei dem es offensiv nicht so läuft, „weil wir zu viele falsche Entscheidungen treffen im Spiel nach vorn“. Mike Feigenspan war bisher zweimal erfolgreich, der derzeit verletzte Sylvano Comvalius einmal. Da Top-Torjäger Shqipon Bektashi (11 Treffer) nach seinem unnötigen Intimfoul sieben Spiele fehlen wird, sind die anderen Stürmer nun aber besonders gefordert. In Neckarelz war es so zumindest ein Hoffnungsschimmer, dass Benjamin Girth erstmals traf.

Beim ersten Patzer überhaupt gegen ein Kellerkind baute der KSV wie in einigen anderen Spielen zuvor erneut in der Schlussphase ab. „Unsere Spielweise ist natürlich sehr laufintensiv. Da wird es am Ende manchmal schwer“, sagt Damm. Umso wichtiger wäre es da, wenn die Chancen konsequenter genutzt würden. Trainer Mink macht noch einen anderen Faktor aus: „Ich sehe vor dem Spiel, wie sehr die Jungs wollen. Wenn sie dann merken, dass es nicht so klappt, verkrampfen sie.“ Am Samstag geht es gegen Walldorf. Tobias Damm hofft auf eine Trotzreaktion. Am liebsten mit dem ersten Saisontor.

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