Dritter Sieg in Folge

Feigenspan ist wieder da: Doppelpack des Stürmers beim 2:1-Sieg des KSV Hessen in Pirmasens

Mike Feigenspan.
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Doppelpacker: Mike Feigenspan dreht nach seinem Treffer zum 2:1 für den KSV Hessen zum Jubeln ab.

Diese Löwen sind der Wahnsinn! Mit gerade einmal vier Auswechselspielern – darunter Torhüter Maximilian Zunker – reiste der KSV Hessen Kassel zum Auswärtsspiel in der Fußball-Regionalliga Südwest nach Pirmasens.

Kassel/Pirmasens – Er lag zurück. Und am Ende nahm er dank eines Doppelpacks von Mike Feigenspan dennoch drei Punkte mit aus Rheinland-Pfalz. Der 2:1 (1:1)-Erfolg war der dritte Sieg des KSV in Folge.

Für den erkrankten Kapitän Frederic Brill trug Alexander Mißbach die Binde, vorn stürmte Marcel Fischer für den gesperrten Jon Mogge. Immerhin reichte es für den angeschlagenen Hendrik Starostzik. Die Alternativen von der Bank für KSV-Trainer Tobias Damm? Moritz Flotho, der gerade erst genesene Steven Rakk und Malte Suntrup, der noch in der A-Jugend spielen darf. Die Gastgeber traten dagegen mit derselben Elf an, die am vergangenen Freitag 2:0 bei der Reserve der TSG Hoffenheim gewonnen hatte.

Umso bemerkenswerter waren die ersten Minuten im Sportpark Husterhöhe. Ganz anders als noch in der Anfangsphase am vergangenen Samstag gegen Schott Mainz waren die Löwen direkt voll da. Sie hatten mehr Ballbesitz, waren aktiver. Auch an einem Dienstag waren einige Kasseler Fans mitgekommen und feuerten ihr Team lautstark an. „Wir wollen Kassel siegen sehen. Oh wie wär" das wunderschön.“, und „KSV, KSV, KSV!“, war zu hören.

Nach einer Viertelstunde verflachte die Begegnung ein wenig. Die beste Möglichkeit hatte bis dahin allerdings Dennis Krob, der Nicolas Gröteke im KSV-Tor mit einem Schuss aus 15 Metern prüfte (15.). Und Krob, mit bis dahin fünf Saisontoren bester Angreifer der Gastgeber, war es dann auch, der die Löwen nach 30 Minuten schockte. Da ging es über die rechte Abwehrseite einmal viel zu einfach. Ein Einwurf, ein Doppelpass – Salif Cisse plötzlich völlig frei im Strafraum. Er legte quer, und Krob grätschte den Ball über die Linie.

In der Folge hatten die Pirmasenser zunächst Glück, dass Schiedsrichter Patrick Alt Daniel Bohls Nachtreten gegen Brian Schwechel nur mit Gelb ahndete. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte vollendete Mike Feigenspan dann aber ein tolles Zuspiel von Daniele Vesco mit dem 1:1. Er schlug einen Haken und sein abgefälschter Schuss ging über Keeper Jan Schulz hinweg ins Tor (45.+1). Feigenspans erster Treffer nach seiner Rückkehr zum KSV vor wenigen Wochen. Direkt danach war Halbzeit.

Eine Ecke von Nael Najjar und ein gefährlicher Kopfball von Maurice Springfeld waren die erste Duftmarke der Löwen in Hälfte zwei (50.). Mißbach versuchte es wie gegen Mainz zuletzt aus der Distanz (59.). Es blieb intensiv, zweikampfbetont.

Und es gab an diesem Abend eine Kombination, die einfach perfekt funktionierte: Vesco-Feigenspan. In der 71. Minute war es erneut der Schweizer Vesco, der Feigenspan mit dem Außenrist wunderschön bediente. Und der Rückkehrer vollendete mit links eiskalt in die lange Ecke. Jetzt waren die Löwen vorn. Das war auch verdient.

Am Ende ist diese Leistung, dieser Sieg gar nicht hoch genug einzuordnen. Auswärts zurückgelegen, ohne den Kapitän und eine komplette Offensivreihe hielten die Löwen nicht nur mit und dagegen. Sie waren auch das bessere Team. Nach dem dritten Sieg in Folge wird der Blick auf die Tabelle nun deutlich entspannter. Am Samstag ist dann Bahlingen zu Gast. (Maximilian Bülau)

Pirmasens: Schulz - Klein, Zimmer (87. Gries), Frisorger, Hammann - Bohl (81. Ardestani) - Dimitrijevic (81. Hermann), Becker, Neofytos, Cisse - Krob
Kassel: Gröteke - Najjar, Starostzik, Springfeld, Mißbach - Kahraman, Schwechel - Döringer (90. Rakk), Vesco (76. Flotho), Feigenspan (84. Suntrup) - Fischer
SR: Alt (Illingen)
Tore: 1:0 Krob (30.), 1:1 Feigenspan (45.+1), 1:2 Feigenspan (71.)
Gelbe Karten: Bohl / Vesco

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