Erst kam Bahlingen, jetzt zu Großaspach

In der Tabelle und personell: Für den KSV Hessen wird es jetzt richtig eng

Nael Najjar (unten) und  Yannik Häringer.
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Hilfe vom Gegner: Nael Najjar wird von Yannik Häringer entkrampft.

Wieder einmal ging der Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel mit dem Gefühl vom Feld: Eigentlich war da mehr drin.

Doch wieder einmal sorgte ein kurzer Durchhänger nach der Pause dafür, dass die Löwen im Heimspiel gegen den Bahlinger SC nicht über ein 1:1 (1:0) hinauskamen. Doch lange können die Spieler sich darüber nicht ärgern. Bereits morgen steht die nächste Partie an. Das Auswärtsspiel gegen Drittligaabsteiger Großaspach (14 Uhr) hat es in sich.

Rückblick

Die Löwen kamen gegen Bahlingen gut in die Partie, hatten früh Möglichkeiten durch Jon Mogge und Lukas Iksal. In der 22. Minute war es dann das Zusammenspiel der beiden, das die Führung brachte. Mogge flankte, Iksal traf. Erst kurz vor der Halbzeit kippten die Verhältnisse im Auestadion ein wenig zugunsten der Gäste. In der zweiten Hälfte war der KSV dann lange Zeit zu passiv, fing sich den Ausgleich und schaffte es hintenraus nicht mehr, noch ein zweites Tor zu erzielen. „Es geht da um Kleinigkeiten bei uns. Entschlossenheit, Mut, Wille, Konzentration. Ein bisschen was davon fehlt in diesen Phasen“, sagte Torschütze Iksal. Und forderte: „Wir müssen auch einfach mal die Null halten.“

Gemischtes Fazit

Das zog Tobias Damm nach der Partie. „Der erste Durchgang hat mich sehr gefreut. Wir sind gut in die Zweikämpfe gekommen und waren sehr wach. Leider haben wir nur sehr wenig zweite Bälle für uns entschieden“, sagte der KSV-Trainer. Nach der Pause war er mit seinem Team dann nicht mehr ganz so zufrieden: „Da hat uns die Durchschlagskraft gefehlt, und wir haben zu viele leichte Fehler gemacht. Zudem müssen wir die Standardsituationen wie vor dem 1:1 einfach besser verteidigen. Wir nehmen den Punkt aber mit, müssen jetzt regenerieren und stehen dann vor der wichtigen Aufgabe in Großaspach.“

Entspannte Rückkehrer

Sie hatten richtig Spaß nach dem Spiel, auch wenn der Bahlinger SC erst nach ihren Auswechslungen richtig in Schwung gekommen ist. Die Rede ist von den Ex-Löwen Shqipon Bektasi und Hasan Pepic. „Wir haben uns richtig gefreut auf dieses Spiel, hatten sogar vorher ein Kribbeln und Schmetterlinge im Bauch. Das war ja damals unser zweites Wohnzimmer“, sagte Bektasi und lachte. Der Stürmer, der erst aus einer langen Verletzungspause zurückgekehrt war, musste zur Pause auch aufgrund einer Systemumstellung in der Kabine bleiben.

Pepic durfte immerhin bis zur 70. Minute mitwirken und gab den emsigen Ballverteiler und Organisator. Zudem bereitete er das 1:1 durch den zur Pause eingewechselten Regionalliga-Topstürmer Santiago Fischer mit einer Ecke vor (69.). „Es war schon toll, heute die vielen alten Gesichter zu sehen. Insgesamt sind wir zu schläfrig ins Spiel gestartet, am Ende geht der Punkt in Ordnung“, erklärte Pepic.

Ausblick

Für die Löwen wird es jetzt richtig eng. Was den Blick auf die Tabelle angeht. Aber auch das Personal schwindet – vor allem im Mittelfeld. Kapitän Frederic Brill könnte wegen seiner Beckenprellung auch morgen noch fehlen. Adrian Bravo Sanchez und Nils Pichinot sahen gegen Bahlingen die fünfte Gelbe Karte. Serkan Durna fehlte mit einer Erkältung und ist ebenfalls fraglich. Der KSV wird improvisieren müssen. (Maximilian Bülau und Torsten Kohlhaase)

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