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Nach israelischem Abend trifft Mogge in Jena doppelt

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Von: Torsten Kohlhaase

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Beim Austausch der Wimpel: Jens Rose und Shlomi Asis von Hapoel Nir Ramat HaSharon.
Beim Austausch der Wimpel: Jens Rose und Shlomi Asis von Hapoel Nir Ramat HaSharon. © Dieter Schachtschneider

Es war ein vollgepacktes Wochenende beim KSV Hessen: Erst der Freitagabend mit dem Test gegen den israelischen Zweitligisten Hapoel Nir Ramat HaSharon, dann am Samstag das 3:1 im Duell zweier Fußball-Regionalligisten beim FC Carl Zeiss Jena. Und zwei weitere Nachrichten machten auch noch die Runde: Alban Meha kehrt zu den Löwen zurück (siehe Hintergrund), und der letzte Test wird in Wolfsburg stattfinden.

Der Test in Jena

Etwa 500 Zuschauer sahen den Vergleich des KSV beim Nordost-Vertreter. Und sie sahen Gäste, die gleich mal das Heft in die Hand nahmen. Nach einem schönen Ball in den Rücken der Abwehr vollendete Jon Mogge zum 1:0 (6.). „Ein toll herausgespielter Treffer“, sagte Löwen-Coach Tobias Damm. Danach kamen die Jenaer besser ins Spiel und markierten noch vor der Pause durch Pasqual Verkamp den Ausgleich (44.). Aber das war nicht mehr als eine Momentaufnahme, denn im zweiten Durchgang schlug der KSV wieder eiskalt zu. Nach einem Freistoß in Richtung des zweiten Pfostens war Mogge erneut zur Stelle und traf aus nächster Nähe zum 2:1 (54.). Nur vier Minuten später bedeutete dann eine Einzelaktion von Marco Dawid den 3:1-Endstand. Sein satter Schuss von der Strafraumgrenze schlug im langen Eck ein. „Insgesamt war es ein sehr guter Test mit einem tollen Ergebnis für uns“, sagte Damm.

KSV: Gröteke - Najjar (82. Liesche Prieto), Springfeld, Nennhuber (61. Fischer), Mißbach (82. Stegmann) - Rakk (61. Starostzik), Brill (82. Mustapic) - Dawid (61. Durna), Vesco (61. Kahraman), Mogge (70. Iksal) - Döringer (70. Hagemann)

Der Test gegen Hapoel

Es war ein Freitagabend, der von der besonderen Atmosphäre lebte. Jens Rose war nicht nur Initiator des Freundschaftsspiels gegen Hapoel Nir Ramat HaSharon aus Israel, er hob auch in seinem Grußwort hervor, dass es Kassel nicht verdient hätte, mit Antisemitismus-Vorwürfen in ein falsches Licht gerückt zu werden. Der Löwen-Vorsitzende erhielt von der israelischen Delegation eine symbolische Friedenstaube geschenkt und übergab seinem Gegenüber Shlomi Asis eine Tasse, die einer israelischen Familie gehörte, die während des Zweiten Weltkrieges Unterschlupf bei Roses Familienangehörigen bekommen hatte. Der sportliche Test im Anschluss, den die Löwen dann mit 0:2 verloren, war extrem anspruchsvoll. „Eine echte Standortbestimmung eben. In der ersten Halbzeit hatten wir ein paar Probleme mit der rustikalen Spielweise, konnten uns dann aber nach der Pause gut wehren“, sagte Damm.

Der documenta-Test

Ein Hauch von Weltkunstausstellung wehte ebenfalls durchs Auestadion. Zunächst gab es ein Einlagespiel zwischen Fußballern, Trainern und Fans des KSV sowie Künstlern der documenta. Nach einer 4:1-Führung des Löwen-Teams ging die Partie 5:5 aus. Als Mitglied des Ruangrupa-Kollektivs führte Reza Afisina den Anstoß vor dem deutsch-israelischen Test aus. Zudem findet sich das documenta-Logo auf dem Trikot für die neue Saison wieder. Es kostet 74,95 Euro und kann im Fan Point Kassel oder unter www.ksv-fanshop.de vorbestellt werden.

Der letzte Test

Es ist ein klangvoller Name, den sich die Löwen für die Generalprobe vor der neuen Regionalliga-Spielzeit ausgesucht haben. Zum letzten Test gastiert der KSV am Sonntag ab 11 Uhr beim VfL Wolfsburg. „Ich kenne Marcel Schäfer ganz gut und hatte Kontakt zu ihm. Dann ist die Idee entstanden, dass wir gegen ein gemischtes Team aus erster und zweiter Mannschaft antreten“, erzählt Damm. Heißt: Die Spieler des VfL Wolfsburg, die am Samstag im DFB-Pokal bei Carl Zeiss Jena nicht zum Einsatz kommen, könnten dann gegen die Löwen auflaufen.

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