Heute ab 19 Uhr beim TSV Steinbach

KSV Hessen will vierte Niederlage in Folge verhindern: „Kämpfen, laufen, kratzen, beißen“

Nael Najjar (links) und Kevin Nennhuber.
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Am 8. Mai im Auestadion: Nael Najjar (links) beglückwünscht Kevin Nennhuber zu seinem Treffer zum 1:0 gegen die TSG Balingen.

Der Kicker veröffentlichte in seiner Donnerstagsausgabe eine Halbzeitbilanz zur Fußball-Regionalliga Südwest. Dazu gehörte eine Elf der Hinrunde.

Kassel – Und in der steht auch ein Spieler des KSV Hessen Kassel: Nicolas Gröteke. Der 20 Jahre alte Torhüter der Löwen verpasste keine Minute in der Hinrunde, kassierte nur 21 Gegentreffer – der fünftbeste Wert der Liga. Gröteke wird auch heute das Tor des KSV hüten, wenn mit einem Spiel beim TSV Steinbach die Rückrunde eröffnet wird (19 Uhr).

Für Gröteke ist die Nominierung für die Elf der Hinrunde „schon schön. Immerhin habe ich früher auch oft den Kicker gelesen“, sagt er. Nach drei Niederlagen in Folge fühle er sich dennoch nicht so gut. „Vergangenen Samstag hatte ich nach dem Abpfiff nur noch schlechte Laune. Wir haben uns gut entwickelt, aber es sind Kleinigkeiten, die uns um die Punkte bringen“, sagt der Keeper. In 18 Partien blieb der 20-Jährige bereits fünfmal ohne Gegentor – in der gesamten vergangenen Saison gelang den Löwen das nur dreimal. Dreimal blieb der KSV auch gegen Steinbach ohne Gegentreffer in der Regionalliga. Und es gilt weiterhin: Verloren haben die Löwen außerhalb der Pokalwettbewerbe noch nie gegen den hessischen Rivalen.

Geht es nach Nael Najjar, ändert sich dieser Fakt auch heute nicht. Der Außenverteidiger ist der zweite Dauerbrenner der Löwen, der einzige Feldspieler, der neben Gröteke keine Minute verpasste bislang. Zudem ist der 25-Jährige auch im Klub ein Dauerbrenner, spielt schon seit 2014 für die erste Mannschaft. Najjar sagt: „Die letzten drei Spiele waren problematisch. Wir lassen drei, vier Hundertprozentige aus, und dann fangen wir uns jedes Mal ein, zwei dumme Gegentore.“ Anders als noch zu Saisonbeginn spielt Najjar nun wieder auf der rechten Abwehrseite – und das tut ihm richtig gut.

„Rechts ist nicht komplett anders als links. Wenn ich rechts spiele, kann ich aber mit meinem starken Fuß flanken und dribbeln. Links muss ich immer abkappen, dafür ist häufig keine Zeit, oder muss mit meinem schwächeren Fuß flanken.“ Der Verteidiger fordert für heute: „Wir brauchen die Grundtugenden, um aus dem Loch zu kommen. Das heißt: kämpfen, laufen, kratzen, beißen. Wir machen uns auch nach drei Niederlagen keinen Druck. Da ist der aber trotzdem, weil er von außen natürlich in die Mannschaft gebracht wird.“

„Die vierte Niederlage am Stück wäre es nur, weil wir die drei Spiele davor auch verloren haben“, sagt KSV-Trainer Tobias Damm zu einem möglichen Misserfolg heute in Mittelhessen. Was absolut logisch ist, bedeutet eigentlich: Die drei Pleiten zuvor hätten nicht sein müssen. Damm erwartet einen anderen Verlauf als zuletzt, da seine Mannschaft gegen Steinbach etwas abwartender auftreten könne als gegen Balingen, Aalen und Gießen.

Verzichten muss der Löwen-Coach heute weiterhin auf Ingmar Merle, der sich eine Innenbanddehnung zugezogen hat. Neben den Langzeitverletzten Tim Brandner, Kevin Nennhuber, Marco Dawid, Leonardo Zornio und Nils Stendera muss der 38-Jährige auch ohne Nachwuchs-Abwehrspieler Paul Stegmann auskommen.

Torhüter Gröteke könnte heute übrigens auf einen Kollegen treffen. Von Steinbach hat es einzig Offensivspieler Dennis Chessa in die Elf der Hinrunde des Kicker geschafft. Dass es das Duell Gröteke gegen Chessa heute gibt, ist nicht unwahrscheinlich. (Maximilian Bülau)

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