Fußball-Regionalligist spielt an der Schmerzgrenze und wird belohnt

Nach Sieg: KSV kämpft sich nach oben

KSV
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Hier lacht er noch: Tobias Becker (rechts) freut sich mit Torschütze Christian Henel, Andreas Mayer und Matthias Rahn (von links) über die 1:0-Führung. In der Schlussphase verlor Becker nach einem Zweikampf mit einem Frankfurter Gegenspieler beide mittleren Schneidezähne.

Kassel. Auf sein Lachen wie auf dem Foto oben wird Tobias Becker erstmal eine Zeit lang verzichten müssen. Denn die Regionalliga-Partie gegen den FSV Frankfurt II hat Spuren hinterlassen.

Deutliche Spuren. Der Sechser des KSV Hessen verlor im Zweikampf die mittleren beiden Schneidezähne, spielte danach trotzdem weiter und freute sich am Ende über einen 2:1-Sieg. Ein Erfolg, bei dem etliche Löwen-Spieler an ihre Schmerzgrenze gingen, um in der Tabelle den Blick weiter nach oben richten zu können.

Vor den letzten drei Liga-Pflichtspielen des Jahres in Worms (verlegt von Samstag auf Sonntag, 14 Uhr), gegen Idar-Oberstein (24.11.) und in Mannheim (1.12.) hat sich der KSV mit Platz drei eine gute Ausgangsposition zurückerkämpft.

„Schmerzen habe ich keine, aber es ist unangenehm, wenn Luft durchkommt und bis zum Nerv hochzieht“, sagte Becker gestern am Telefon. Nach einem Laufduell mit einem Frankfurter Gegenspieler bekam der 26-Jährige im Fallen dessen Stollenschuhe ins Gesicht, die ihm die Zähne ausschlugen und die Lippe trafen. „Das hat unglaublich geblutet, weil ich mir zudem draufgebissen hatte. Deshalb wurde ich so lange auf dem Feld behandelt“, so Becker.

Nun soll es der Zahnarzt zunächst mit einem Provisorium richten, ehe es dann neue Zähne gibt. „Ich denke, dass ich gegen Worms spielen kann. Es fühlt sich nur komisch an, weil da nichts mehr ist“, sagt der Sechser und fügt an: „Meine Freundin war erst geschockt, hat sich aber mittlerweile daran gewöhnt.“

Die starke Defensivleistung Beckers stand stellvertretend für eine gesamte Mannschaft, die die harmlosen Frankfurter aggressiv und früh störte, so dass die Gäste nicht zur Entfaltung kamen. Doch diese Zweikampfhärte hinterließ weitere Spuren. Bei Christian Henel zum Beispiel. Der Stürmer erzielte das 1:0, verletzte sich dann am Knie und musste wenig später raus. Der 24-Jährige versuchte zwar weiterzuspielen, aber nach einer guten halben Stunde war Schluss.

Fotos: KSV besiegt FSV Frankfurt II

KSV besiegt FSV Frankfurt II

KSV besiegt FSV Frankfurt II
 © Fischer/HNA
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„Das Außenband ist überdehnt, und das tut richtig weh. Ob ich gegen Worms schon wieder spielen kann, wird sich zeigen“, sagt Henel, der gestern nach dem Arztbesuch direkt zur Physiotherapie unterwegs war. Würde er gegen die Wormatia ausfallen, wäre es doppelt bitter, denn vor seinem Wechsel zum KSV spielte er ein Jahr für die Rheinland-Pfälzer.

Fast hätte der KSV noch ein Personalproblem im Sturm bekommen, da auch Tobias Damm nach einem Zusammenprall mit FSV-Torwart Jannis Pellowski länger behandelt werden musste. Er konnte aber weiterspielen. Und fünf Minuten später machte Ricky Pinheiro mit dem 2:0 fast schon alles klar. Dass die kämpferische Leistung der Löwen exzellent war, attestierte dann auch Gäste-Trainer Nicolas Michaty: „Wir haben in dieser Saison noch gegen keine Mannschaft gespielt, die so kompromisslos verteidigt hat wie der KSV.“ Und solche Duelle hinterlassen Spuren, wie im Gesicht von Tobias Becker.

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