Linke Seite statt in der Zentrale

Kapitän Becker auf neuer Position: Die Königspersonalie birgt Zündstoff

Tobias Becker beantwortete am Wochenende die Frage nach seiner Zufriedenheit mit der Position, die er derzeit innehat, sehr anständig, aber letztlich auch ein wenig ausweichend.

Die Kurzzusammenfassung: Auf der linken Abwehrseite habe er in der Vorbereitung mitunter auch gespielt – und nun tut er das auch. Begeisterung hört sich anders an. Zumal Becker auf eine Vertiefung des Themas lieber verzichtete.

Der Kapitän des KSV Hessen auf der linken Abwehrseite – das ist die Königsveränderung von Trainer Matthias Mink nach der Winterpause. Zugleich ist sie die Personalie in Minks Systemumstellung mit dem höchsten Zündstoff. Mink begründete sie damit, dass Becker im Herbst auf seiner angestammten Position im zentralen Mittelfeld nicht immer die nötige Stabilität gehabt hätte. Außerdem erhofft sich Mink mit Becker auf der linken Seite mehr Ruhe. Es macht also nicht den Eindruck, als ob Mink hier nur etwas ausprobieren wollte oder Becker die Notbesetzung auf der linken Seite war, weil Tino Schulze krank und Tim-Philipp Brandner angeschlagen war.

Das Problem: Mit Becker fehlt eine Autorität und der Souverän in der Schaltzentrale des KSV-Spiels. Das wurde gegen Homburg nur allzu sichtbar: Sergej Evljuskin ist ein guter zweiter Sechser – an der Seite eines Alphatierchens. Aber er ist selbst eben kein Alphatierchen. Gegen Homburg wurde er in der Halbzeit ausgewechselt. Er spielte bis dahin an der Seite von Dennis Lemke, dem plötzlich eine Schlüsselrolle zukommt. Mink war mit ihm zufrieden gegen Homburg, Akzente setzte er aber nicht.

Und Enrico Gaede? Füllt eine Position zwischen den Innenverteidigern und hinter den zentralen Mittelfeldspielern aus. Er besetzt eine neue Position im KSV-Spiel, agiert aber meist zu defensiv, um Dirigent sein zu können.

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