Vor dem Spiel gegen Koblenz

KSV-Kapitän Brill spricht über fehlendes Glück und die Stimmung im Team

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Der Kapitän muss jetzt vorangehen: Frederic Brill trifft mit dem KSV Hessen Kassel am Sonntag ab 14 Uhr im Auestadion auf die TuS Koblenz. Die Löwen warten seit neun Spielen auf einen Sieg.

Kassel. Kapitän Frederic Brill äußert sich zur Talfahrt des KSV Hessen Kassel. Gelingt den Löwen am Sonntag gegen Koblenz die Wende oder geht es weiter bergab im Tabellenkeller?

Diese Frage stellt sich am Sonntag, wenn der Fußball-Regionalligist ab 14 Uhr die TuS Koblenz im Aue-stadion empfängt. Nach nun neun Spielen ohne Sieg ist die Partie gegen die zwei Plätze besser stehenden Rheinland-Pfälzer ein kleines Endspiel. Wir haben Kapitän Frederic Brill zur Situation befragt.

• ... über die Negativserie: „Zur Zeit haben wir die Scheiße am Fuß. Ich habe nicht gedacht, dass es wirklich so ist. Aber wenn du unten stehst, dann hast du kein Glück, und es kommt auch noch Pech dazu. Unsere Leistungen derzeit sind in Ordnung, wir hätten mehr Punkte verdient. Die einzigen Ausreißer waren die erste Halbzeit in Frankfurt und zuhause gegen Worms. Aber wir haben definitiv zu wenig Tore geschossen und zu viele Gegentore kassiert. Jetzt stehen wir unnötigerweise wieder mit dem Rücken zur Wand, haben uns selbst den Druck aufgebaut.“

• ... über die mentale Verfassung: „In Walldorf hatten wir Pech mit einer Schiedsrichterentscheidung, die zum Elfmeter und damit zum Rückstand führt. Das war keiner. Sonst hätte es länger 0:0 gestanden, und vielleicht hätten wir am Ende den einen Treffer zum Sieg erzielt. Nach so einem Gegentor macht der Kopf dann zu, weil du benachteiligt wurdest. Das lässt uns aber nicht an uns selbst zweifeln. Wenn man hart arbeitet, dann wird man auch belohnt. Wenn ich sehe, wie jeder von uns im Training arbeitet, dann mache ich mir keine Sorgen.“

• ... über die Stimmung im Team: „Die Stimmung ist immer besser, wenn du Siege einfährst. Da ist die Lebensqualität ganz anders, du gehst ganz anders in einen Tag. Jeder von uns sieht aber, was der andere reinhaut. Wir machen uns keine Vorwürfe. Wir wissen, was uns stark macht - der Teamgeist. Für unsere derzeitige Situation ist die Stimmung noch sehr gut.“

• ... über seine Aufgabe als Kapitän in der schwierigen Zeit: „Jeder hat einen Anspruch an sich selbst. Den hatte ich auch im vergangenen Jahr, als Tobi Damm noch Kapitän war. Ich bin von meiner Persönlichkeit her sehr kommunikativ. Ich weiß nicht, ob ich jetzt besonders gefragt bin. Klar gibt es auch von mir mehr aufbauende Worte derzeit. Wir haben aber genug Eckpfeiler, auf die sich die Verantwortung verteilt.“

• ... über Trainer Tobias Cramer: „Bei uns stellt keiner den Trainer infrage. Ich weiß, dass jetzt von außen versucht wird, Stimmung zu machen. Das gilt aber in keiner Weise für uns als Mannschaft.“

• ... über die Baustellen: „Viele sagen, unsere Defensive sei vogelwild. Das ist aber nicht der richtige Ansatz. Wir lassen nicht mehr Chancen zu als zu Saisonbeginn. Es gehen nur mehr Bälle rein. Wir erarbeiten uns in jedem Spiel vier oder fünf große Möglichkeiten. Die Bälle gehen leider nicht rein. Wir müssen jetzt mal einen Lucky Punch setzen.“

• ... über das Spiel am Sonntag: „Es wäre ein guter Zeitpunkt, wieder einen Sieg einzufahren. Ich bin optimistisch, weil viele Spiele, die wir in den letzten Wochen nicht gewonnen haben, auch hätten anders laufen können.“

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