Welche Fragen für eine Rückkehr wichtig sind

Nach Corona-Pause: Sitzen im Kasseler Auestadion bald wieder Fans? So könnte es weitergehen

Zuschauer auf der Haupttribüne im Auestadion mit dem KSV Hessen Kassel
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Im Auestadion: Die Fußballer des KSV Hessen Kassel könnten als erstes loslegen.

Der Saisonstart von Mannschaftssportarten rückt näher: Können im Auestadion in Kassel bald wieder Fans sitzen? So könnte es nach der Corona-Pause weiter gehen.

  • Sitzen im Auestadion in Kassel bald wieder Fans?
  • Das Tragen einer Maske sei erforderlich.
  • So könnte es nach der Corona-Pause weiter gehen.

Kassel - Der mögliche Saisonstart in den Mannschaftssportarten rückt näher – und damit die Frage, ob und wie vor Zuschauern gespielt werden kann. Die, die vermutlich als Erste loslegen, sind die Fußballer des KSV Hessen Kassel.

Wir geben einen Überblick über die dringendsten Fragen, auf die Antworten gefunden werden müssen, damit es heißen kann: Im Auestadion in Kassel sitzen wieder Fans.

Kassel: Alle Fragen zum möglichen Saisonstart im Auestadion

Wie ist die Situation im Auestadion in Kassel generell einzuschätzen?
Beste Voraussetzungen. Das Auestadion fasst rund 18.000 Zuschauer. Über 8.000 davon sind Sitzplätze. Selbst wenn 50 Prozent Auslastung möglich wären, würde diese Grenze kaum erreicht. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga dürften zwischen 2000 und 4000 Zuschauer zu den Spielen zu erwarten sein.
Lediglich das Derby gegen Offenbach könnte deutlich mehr Fans ziehen. Es ist also reichlich Platz im Auestadion in Kassel. Und auch den „Frischluft-Vorteil“ können die Löwen für sich verbuchen.
Müssen die Zuschauer Mundschutz tragen?
Darauf wird es hinauslaufen. In den Gesprächen von KSV, MT Melsungen und Kassel Huskies mit Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle war das ein wichtiger Punkt.
„Dazu werden wir wohl angehalten sein“, sagt KSV-Vorstandsmitglied Daniel Bettermann. Auch Virologen halten die Maske in Stadien für erforderlich.
Muss sich jeder Stadionbesucher in Kassel registrieren?
Auch dazu wird der KSV Hessen Kassel wohl angehalten. Vielen Fangruppierungen ist die Datenerfassung ähnlich wie der Mundschutz ein Dorn im Auge.
Aber es hilft ja nichts. Was in jeder Eisdiele gilt, muss erst recht gelten, wo große Menschenmengen zusammenkommen. Vorteil für den KSV: Dauerkarten-Inhaber und alle, die Tagestickets online erwerben, sind ohnehin registriert.
Gibt es Karten an den Tageskassen?
Steht noch nicht fest, vermutlich aber nicht. Einer der Gründe steckt im vorherigen Punkt. Wer an der Tageskasse kauft, der muss auch ein Kontaktformular ausfüllen. Eine Schlangenbildung auf dem Stadion-Vorplatz wäre zudem kontraproduktiv.
Wie kann eine Verteilung auf der Tribüne aussehen?
Abstand ist das Zauberwort. Maßgeblich ist hier die Regel von drei Quadratmetern pro Person. Die Vereins-Verantwortlichen aus Kassel haben bereits zusammen mit dem Sicherheitsdienst eine Stadion-Begehung hinter sich. Vermutlich wird nur jede zweite Sitzreihe belegt.
Wird auch die Osttribüne geöffnet?
Wenn genügend Zuschauer kommen, ist das der Wunsch des KSV Hessen Kassel. Die Streuung der Zuschauer sowie An- und Abmarsch wären so noch entzerrter. Und der Stimmung im Stadion wäre es auch dienlich, wenn die Osttribüne nicht leer ist.
Was ist mit den Stehplätzen in den Kurven?
Eher unwahrscheinlich, dass sie nach derzeitigem Stand geöffnet werden. Denn klar: Die Einhaltung des Abstands ist nicht zu regulieren. Eine Alternative für die Fans der Löwen, die im Block 30 für die Stimmung sorgen, könnte die Nordtribüne neben der Haupttribüne sein.
Oder eben ein Teil der Osttribüne. Dazu sollen die Fans befragt werden. Wichtig: Wer eine Stehplatz-Dauerkarte erwirbt, der müsste für den Sitzplatz nicht zuzahlen. Es besteht ein Anrecht auf die nächsthöhere Preiskategorie.
Sind Anhänger der Gastteams zugelassen?
Das wird sowohl mit der Stadt Kassel als auch mit der Regionalliga abgestimmt. Die Tendenz scheint: vermutlich erst einmal ohne Gäste.
Kann im Stadion ein Catering stattfinden?
Noch ein schwieriges Thema, zumal auch die Vorgaben sich permanent ändern. Ziel ist es natürlich, Getränke und Essbares anzubieten. Gesundheitsamt, Liga, Verein müssen sich abstimmen ob, und vor allem auch wie ein Verkauf stattfinden kann – schließlich soll es auch kein Gedränge vor den Verkaufsständen geben.
Was ist mit dem Gang aufs WC?
Wer einmal in der Halbzeit Schlange gestanden hat, der weiß: Beim Toilettengang kann es eng werden. Aber: Das Auestadion ist mit WC-Räumen in zweistelliger Zahl gut ausgestattet. Und solange Mundschutz getragen wird, gilt der sogenannte „Bewegungsverkehr“ derzeit als wenig risikoreich.
Wird der Vip-Raum geöffnet sein?
Der KSV Hessen Kassel plant für Partner und Vip-Gäste derzeit vor allem auf den Balkonen neben dem Vip-Raum. An der frischen Luft also. Aber: Unter strengen Abstandsregeln kann eventuell auch der große Vip-Raum genutzt werden.
Wie können Zuschauerströme vor und nach dem Spiel geleitet werden?
Dürfte angesichts von Platz-Angebot und erwarteter Zuschauerzahl kein Problem sein. Möglich scheint eine Art „Kreisverkehr“ um das Stadion. Also an der einen Seite der Haupttribüne rein, an der anderen raus.
Droht den Fans ein Gesangsverbot?
Eine Frage, die die Fan-Gruppierungen umtreibt, seit ein Verbot von Gesängen wegen erhöhten Aerosol-Aufkommens diskutiert wird. Vorstand-Mitglied Jens Rose hat eine klare Meinung: „Bei uns soll gesungen werden. Es klingt mit Mundschutz halt etwas anders.“ (Frank Ziemke)

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