Samstag kommt Griesheim 

KSV Hessen gibt Sieg noch aus der Hand: Schmerzhafte Schlussminuten

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Am Boden: KSV-Verteidiger Tim Brandner. 

Der KSV Hessen trennte sich am Mittwoch mit einem 2:2 von Dreiach. Nach anfänglicher Führung gaben sie den Sieg gegen Ende der Partie noch aus der Hand.

Die Tabelle ist bereinigt, die Löwen haben in der Fußball-Hessenliga nach dem Nachholspiel gegen Dreieich am Mittwochabend (2:2) keine Partie weniger mehr als die Teams, die vor ihnen stehen. 

Das Ergebnis: Der KSV liegt neun Punkte hinter der Spitze. Da nutzt kein hätte, wenn und aber – das ist nun mal Fakt.

Es hilft auch nicht, dass der KSV gegen Dreieich erneut eine 2:0-Führung in den Schlussminuten noch aus der Hand gab. Was war los? „Wir haben zwei Gegentore gefressen. Das war los“, sagt Trainer Tobias Damm, der im zweiten Spiel seit der Amtsübernahme den ersten kleinen Dämpfer hinnehmen musste. 

Nicht wegen des Ergebnisses, ein 2:2 bei Regionalliga-Absteiger Dreieich ist nicht verkehrt. Sondern wegen der zwei späten Gegentreffer. Alban Meha (19.) und Marco Dawid (86.) hatten die Löwen auf die Siegerstraße gebracht, ehe Meha per Eigentor (89.) und Toni Reljic (90.+5) doch noch ausglichen.

Griesheim in Kassel zu Gast 

„Kurz nach dem Spiel hat es sich wie eine Niederlage angefühlt. Aber wir nehmen den Punkt mit, wir haben ohnehin keine Zeit, uns daran aufzuhalten“, sagt Damm, der Dreieich als spielerisch bislang besten Gegner einstuft. Keine Zeit, weil bereits morgen die nächste Partie ansteht. Ab 14 Uhr ist Griesheim im Auestadion zu Gast.

Es bleiben dennoch schmerzhafte Schlussminuten für die Löwen. Wieder einmal. Bereits gegen Fernwald kassierten sie das 1:1 in der 89. Minute. Gegen Hadamar lagen sie 2:0 vorn und hatten das Spiel komplett im Griff – und kassierten innerhalb von vier Minuten (71. und 74.) dennoch zwei Tore zum Ausgleich. 

Gegen Dreieich kamen nun auch noch zwei schmerzhafte Ausfälle dazu: Mahir Saglik und Frederic Brill mussten angeschlagen ausgewechselt werden, hatten beide muskuläre Probleme und sind für morgen fraglich.

Hoffen auf Brills Unterstützung

Kapitän Brill macht aber zumindest Hoffnung, dass er am Samstag wieder auflaufen kann und sagt zur Partie am Mittwoch: „Das ist Wahnsinn. Ich habe so viel erlebt in den vergangenen beiden Jahren, die Punktabzüge. Aber dieses Jahr toppt das alles fast noch mal.“ Dennoch ist Brill der Meinung, dass die Mannschaft in Dreieich eine „sehr gute Leistung, offensiv wie defensiv“, gezeigt hat.

Gegentore führen zu Erklärungsnot 

Für die späten Gegentore hat der 27-Jährige keine Erklärung: „Die sind aus dem Nichts gefallen. Man findet da keinen Ansatz, warum sie gefallen sind. Deswegen ist es auch schwierig, so etwas abzustellen.“ Die Zielvorgabe sei nun: So viele Spiele wie möglich gewinnen und schauen, was dabei herauskommt. 

„Ich bin seit fast fünf Jahren hier und hatte seitdem gefühlt 700 Endspiele“, sagt Brill. „Vielleicht tut uns dieser Endspiel-Charakter gut. Das war in der Regionalliga auch schon so“, fügt er an. In dieser Saison wären es dann noch 21 Endspiele. Das erste steht morgen an.

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