Am Samstag in Gießen 

KSV Hessen Kassel vor dem Spitzenspiel: Die erste große Hürde

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Wird mehr zu tun bekommen: KSV-Torwart Niklas Hartmann musste bislang eher selten eingreifen. Das wird im Gastspiel beim FC Gießen sicher anders. Ein starker Rückhalt wird wichtig sein.

Kassel. Nach der Eingewöhnungsphase in der Fußball-Hessenliga mit fünf Siegen und einem Unentschieden aus sechs Spielen geht es für den KSV Hessen Kassel an die erste große Hürde.

Morgen tritt das Team von Trainer Tobias Cramer beim Tabellenführer FC Gießen an (15 Uhr). Die neue Spielgemeinschaft – entstanden aus den Vereinen VfB Gießen und Teutonia Watzenborn-Steinberg – hat in dieser Spielzeit noch keinen Punkt abgegeben und ist mit 21 Treffern die Torfabrik der Liga. Der KSV stellt dagegen mit nur zwei Gegentreffern die beste Abwehr. Worauf es für die Löwen ankommt, wenn sie im Spitzenspiel bestehen wollen:

• Auf Niklas Hartmann als sicheren Rückhalt: KSV-Torwart Niklas Hartmann hatte bislang eher ruhige Arbeitstage. Was nicht heißen soll, dass er es einfach hatte. Denn nicht umsonst sagen die Experten immer, dass es für einen Torhüter besonders schwierig ist, wenn er wenig zu tun hat, aber die Konzentration dennoch hochhalten muss. Das hat er ganz gut hinbekommen. Der 28-Jährige musste in dieser Saison erst zwei Mal einen Ball aus dem Netz holen – beim 2:1-Erfolg gegen Ederbergland und beim 3:1-Sieg in Eddersheim.

Auf einen ruhigen Nachmittag sollte sicht Hartmann morgen nicht einstellen. Gießen hat in Cem Kara (sechs Tore), Damjan Marceta (vier Tore) und Markus Müller (drei Tore) gleich drei gefährliche Offensivleute. Nur einmal erzielte das Team von Trainer Daniyel Cimen weniger als drei Treffer – beim 1:0-Sieg zum Auftakt gegen Waldgirmes. Es folgte ein 6:0 gegen Griesheim, drei 3:1-Erfolge gegen Hadamar, Bad Vilbel und die SG Barockstadt sowie ein 5:1 in Waldgirmes.

• Auf Sergej Evljuskin als defensiven Organisator: Ein guter Torwart allein reicht nicht aus. Auch die Defensive davor muss sicher stehen. Dabei wird es mehr denn je auf den erfahrenen Innenverteidiger Sergej Evljuskin ankommen. Sorge bereitet da, dass Coach Cramer ankündigte, der 30-Jährige sei aus der Partie gegen Lohfelden noch leicht angeschlagen. Sein Einsatz scheint aber nicht gefährdet.

Sicher fehlen wird dagegen wie zuletzt schon Tim Brandner. Ansonsten sind aber alle fit. Die Bedeutung von Evljuskin wird umso größer, weil mit ihm wahrscheinlich der 19 Jahre alte Luis Allmeroth oder der 20-jährige Jan-Philipp Häuser die Innenverteidigung bilden wird. Beide machten bislang einen sehr guten Eindruck. Die Gießener Offensive wird sie aber noch einmal auf einem anderen Niveau fordern.

Denkbar ist allerdings auch, dass Cramer Ingmar Merle wieder in die Viererkette zurückbeordert. Allerdings machte „Inge“ im Mittelfeld zuletzt deutlich, dass er auch in der Offensive ein wichtiger Faktor ist.

• Auf Sebastian Schmeer als eiskalten Vollstrecker: Und in der Offensive liegt die eigentliche Schwachstelle des KSV bislang. Nicht wegen Stürmer Sebastian Schmeer. Der hat mit vier Saisontoren sein Soll bisher erfüllt. Aber die Chancenverwertung muss besser werden als zuletzt. In Gießen werden die Löwen nicht so viele Möglichkeiten bekommen. Also muss Schmeer die wenigen Torchancen nutzen. Zusammen mit der stabilen Defensive und einem guten Torwart ist dann auch beim FC Gießen etwas drin.

Liveticker aus Gießen

Wer nicht selbst mit nach Gießen zum Topspiel der Fußball-Hessenliga zwischen dem FC Gießen und dem KSV Hessen Kassel kommen kann, der wird von uns trotzdem mit Informationen versorgt. Wir bieten am Samstag einen Liveticker auf www.hna.de an. Redakteurin Marie Klement wird ab 15 Uhr live aus dem Waldstadion in Gießen berichten. 

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