Achtelfinale im Kreispokal

Kasseler SV freut sich auf den KSV

Janis KretschmerKapitän Kasseler SV

Wenn das kein Nachbarschaftsduell ist. Rund zwei Kilometer liegt die Buchenau-Kampfbahn, Heimat des Kasseler SV, vom Auestadion entfernt. Und von dort macht sich heute der KSV Hessen auf, um nach kurzer Anreise zum Achtelfinalspiel des Fußball-Kreispokals anzutreten (17.45 Uhr).

Kassel – Der Gastgeber, Dritter der Kreisliga A2, sieht sich gegen den Hessenligisten in der Rolle des David gegen Goliath. Doch das Ergebnis ist für die Wehlheider nach Ansicht des Vorsitzenden Christian Lippold zweitrangig. „Das ist für uns das Spiel des Jahres. Ziel ist es, nicht zweistellig zu verlieren“, sagt er und ergänzt: „Vielleicht schießt man ja mal ein Tor.“

Selbiges gelang schon einmal beim Freundschaftsspiel gegen den KSV Hessen zur Einweihung des Flutlichts auf dem Trainingsplatz. Die Löwen gewannen in den 80er Jahren 7:5, ärgerten sich aber über die Gegentore. „Sie waren so sauer, dass sie ohne zu duschen sofort abgezogen sind“, erinnert sich der frühere SV-Torjäger Adolf Klug.

Bis kurz vor Anpfiff wird Lippold mit der Organisation beschäftigt sein. Schließlich kommen viel mehr Zuschauer als die sonst gewohnten 30 oder 40. „Wir benötigen jede Menge Ordnungskräfte und Helfer an den Versorgungsständen. Da müssen unsere Jugendteams samt Eltern ran“, sagt Lippold. Weil die Zahl der Parkplätze an der Buchenau-Kampfbahn begrenzt ist, hofft er, dass Viele mit dem Bus, zu Fuß oder mit dem Rad kommen.

Ebenfalls im Einsatz wird Irene Müller sein. Die 88-Jährige sitzt nach wie vor bei den Heimspielen im Kassenhäuschen und lässt sich die Aufgabe auch diesmal nicht nehmen. Wegen des größeren Andrangs wird sie allerdings von Vereinskassierer Michael Geinitz und weiteren Helfern unterstützt.

In der Liga spielt der Kasseler SV bisher eine gute Rolle. Sechs Partien lang blieb die mit vielen Eigengewächsen besetzte Elf von Trainer Dirk Timpe ungeschlagen und holte 16 Punkte. Zuletzt gab es zwei Niederlagen. Die spielen vor dem Pokalschlager auch für Janis Kretschmer keine Rolle mehr. Mit acht Treffern ist er erfolgreichster Torschütze der Wehlheider. „Die Aufregung ist bei uns allen riesengroß. Viele von uns gehen zum KSV ins Auestadion, auch ich, wenn ich Zeit habe. Manche fahren sogar zu den Auswärtsspielen mit“, berichtet der Kapitän. Umso schöner sei es, nun sogar gegen die Löwen zu spielen.

Besonders freut sich Kretschmer auf Mahir Saglik: „Weil er höherklassig gespielt hat. Er ist mir schon damals mit Paderborn beim Sun-Express-Cup in der Eissporthalle aufgefallen.“ Im zentralen Mittelfeld könnten sich beider Wege häufiger kreuzen. Wie Kretschmers Mannschaft in das Duell mit den Löwen geht? „Wir wollen Spaß haben, auch wenn nichts zu holen ist“, sagt der Kapitän und scherzt: „Aber wer weiß. Der Pokal hat ja eigene Gesetze.“ Foto: privat/nh

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