Nils Stendera als Testspieler dabei

Keine Tore im Testspiel-Derby: KSV Hessen und KSV Baunatal trennen sich 0:0

Den Ball im Blick: Kassels Testspieler Nils Stendera (links) bekommt es mit Baunatals (von links) Okan Gül, Fatih Üstün und Berke Durak zu tun.
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Den Ball im Blick: Kassels Testspieler Nils Stendera (links) bekommt es mit Baunatals (von links) Okan Gül, Fatih Üstün und Berke Durak zu tun.

Keine Tore, kein Sieger im Derby. Mit einem 0:0 endete am Dienstagabend das Duell zwischen dem Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel und dem Hessenligisten KSV Baunatal. Das Testspiel war kurzfristig angesetzt worden, da VW als Sponsor bei beiden Vereinen verlängert hatte. 

Trotz starken Regens beim Anpfiff der Partie waren 250 Zuschauer auf den G-Platz gekommen. Beide Mannschaften verzichteten wie angekündigt auf zahlreiches angeschlagenes oder verhindertes Stammpersonal. Die Löwen aber hielten eine echte Überraschung parat. Sie hatten doch einen Testspieler in der Startelf – und der ist in Kassel kein Unbekannter. Nils Stendera lief mit der Rückennummer 17 im Mittelfeld auf. Der 20-Jährige war wie zuvor sein Bruder Marc (mittlerweile Ingolstadt) in der Jugend vom KSV ins Internat des Bundesligisten Eintracht Frankfurt gewechselt. In der vergangenen Saison hatten die Südhessen den Mittelfeldspieler an den Regionalligisten Lok Leipzig ausgeliehen. Nun also war er überraschend in Kassel.

Das Derby begann dann nicht gut für die Gastgeber. Weniger, weil die Baunataler durch den Pfostenschuss von Mounir Boukhoutta die erste Chance hatten (21.), sondern mehr wegen der Szene, die sich kurz darauf an der Seitenlinie ereignete. Außenverteidiger Leonardo Zornio lag dort mit schmerzverzerrtem Gesicht, hatte sich offenbar das Knie verdreht. Das sah nicht gut aus. Zornio musste vom Feld, für ihn kam Alexander Mißbach.

Die Löwen wurden danach stärker, hätten zweimal durch Jascha Döringer in Führung gehen können. Doch bei seinem Schuss von der linken Seite knallte der Ball gegen den Pfosten. Und nach Ingmar Merles Flanke setzte der Angreifer in der Luft zum Scherenschlag an, diesmal landete der Ball auf der Latte. So blieb es beim 0:0 zur Pause.

In der zweiten Halbzeit begannen die Löwen druckvoll – Mißbach traf ans Außennetz. Kurz darauf eine weitere Chance für die Gastgeber: Beim strammen Schuss von Merle bekam der zur Pause eingewechselte Torhüter Max Stellbogen noch rechtzeitig die Fäuste nach oben (55.). Durch die Wechsel auf beiden Seiten verflachte die Partie etwas, auch wenn die Löwen überlegen blieben. Die Baunataler verteidigten gut, aber wie schon beim 1:1 gegen Fulda fehlte den Gastgebern auch die Zielstrebigkeit in der Offensive. Die Flanken von Merle fanden entweder keinen Abnehmer oder führten zu keinen Abschlüssen. Die beste Chance der zweiten Halbzeit hatten die Löwen dann aber doch noch kurz vor Schluss. Beim Schuss von Lukas Iksal von der linken Seite lenkte Stellbogen den Ball allerdings noch um den Pfosten (87.). Es blieb beim 0:0. (Frank Ziemke)

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