Kommentar von Sportredakteur Maximilian Bülau

Absage des KSV-Spiels in Wetzlar: Was für ein Theater

Die kurzfristige Absage des Auswärtsspiels der Löwen ist eine Farce, findet HNA-Sportredakteur Maximilian Bülau.

Drei Partien waren für Dienstag in der Regionalliga Südwest angesetzt. Zwei davon wurden schon früh abgesagt. Nur die des KSV Hessen Kassel in Wetzlar sollte bis zum frühen Abend stattfinden. Die Frage ist nur: wie eigentlich? Spiele in der Regionalliga müssen auf einem Rasenplatz stattfinden – vor knapp drei Wochen hatte Regen dafür gesorgt, dass die selbe Begegnung auf eben diesen Tag Anfang Dezember verlegt werden musste. Aber nun bei Minusgraden, da kann das Spiel stattfinden?

Eben nicht, wie die Schiedsrichter am Ende mit Blick auf die Gesundheit der Spieler zurecht entschieden haben. Warum die Verantwortlichen eines Viertliga-Teams und die Stadt Wetzlar nicht zu dem selben Ergebnis gekommen sind, ist mehr als fragwürdig. Da liegt die Vermutung nahe – ohne etwas unterstellen zu wollen – dass ein Verein im Abstiegskampf unbedingt den Nutzen aus der Verletzungsmisere des Gegners ziehen wollte. Oder es liegt eben doch an der Unbedarftheit eines Aufsteigers.

Leiden müssen darunter die Spieler und Fans des KSV. In einer Liga, in der die Aktiven oft noch einem anderen Job nachgehen und einen Aufwand betreiben, um an den Partien unter der Woche teilnehmen zu können, ist dieses Verhalten verantwortungslos. Zeit kann man nicht zurückgeben. Finanziell sollten die Verantwortlichen aber für den Aufwand zahlen müssen – dem des Vereins und der Fans.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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