Regionalligameister sollen direkt aufsteigen

Kommentar zur Reform der Aufstiegsregelung: Zeit für Bewegung

Dass sich etwas tut in Sachen Reform der Aufstiegsregelung für die Fußball-Regionalliga ist längst überfällig, sagt Frank Ziemke, Leiter der HNA-Sportredaktion.

Die Aufstiegsregelung in der Regionalliga soll reformiert werden. Da kann die Reaktion nur lauten: Endlich, das wird ja auch Zeit! Das Konstrukt Regionalliga mit seinen restlos unnötigen Aufstiegsspielen ist das größte Missverständnis im deutschen Fußball. Es wurde schon zigfach gesagt, gilt aber weiter uneingeschränkt: Der Meister muss aufsteigen. Und nichts anderes.

Dass sich nun endlich etwas bewegt beim Verband, ist also überfällig, die Aussicht auf Veränderungen bereits für die kommende Saison erfreulich. Gerade einem finanziell angeschlagenen Klub wie dem KSV Hessen Kassel kann eine veränderte Perspektive sehr dienlich sein. Der Weg in die Drittklassigkeit wäre in der starken Südwest-Gruppe immer noch schwer. Aber es gäbe eine deutlich realistischere Chance.

Fragen bleiben natürlich. Eine 22er Liga? Kann niemand ernsthaft wollen. Und dass eine Reduzierung auf vier Regionalligen nicht einmal erwogen wird, verwundert - schließlich hat Bayern als einziger Landesverband sogar seine eigene Gruppe. Letztlich aber bleibt: Es kommt Bewegung in die Aufstiegsfrage. Und das ist ein gutes Signal.

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