Kommentar zum Saisonziel des KSV: Vorsicht ist verständlich

Die Verantwortlichen des KSV Hessen Kassel halten die Erwartungen für die anstehende Saison erst einmal niedrig. Ein Kommentar dazu von HNA-Sportchef Frank Ziemke.

Sie wollen die Saisonziele nicht so hoch stecken. Bewusst ganz vorsichtig hat Trainer Matthias Mink beim Trainingsauftakt des KSV die Richtung für die neue Spielzeit vorgegeben. Manchem Fan der Löwen ist das zu vorsichtig. Verständlicherweise. Als Fan willst du träumen können. Davon, aufzusteigen. Davon, diese unattraktive vierte Liga endlich zu verlassen. Platz zehn verbessern ist da keine Vorgabe, die dich zwingend ins Stadion lockt.

Mink hat darauf verzichtet, solche Träume zu befeuern. Warum sollte er das auch tun? Sein Team, das im Vorjahr Zehnter war, ist in weiten Teilen zusammengeblieben. Mit Enrico Gaede und Stefan Müller hat es aber auch zwei tragende Säulen verloren. Den Neuzugang, der richtig aufhorchen lässt, gab es bisher nicht. Der KSV hat Entwicklungspotenzial, das haben vor allem die Pokalerfolge bewiesen. Wie weit dieses Potenzial trägt, das weiß aber niemand.

Hinzu kommt: Trotz der Pokal-Einnahmen hinken die Nordhessen den Etats der Konkurrenz deutlich hinterher. Die Kader beispielsweise von Saarbrücken und Elversberg lagen zuletzt im Wert fast zwei Millionen über dem des KSV. Würde Mink angesichts solcher Unterschiede vom Aufstieg reden, hieße das auch: Er begäbe sich auf ein Himmelfahrts-Kommando. Minks Vorsicht ist also verständlich. Andere dürfen deshalb ja trotzdem träumen.

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Trainingsauftakt beim KSV Hessen Kassel

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