Kommentar zur Situation beim KSV Hessen: Aussitzen geht nicht

Vom finanziell bedrohten KSV Hessen Kassel ist derzeit wenig zu hören. So entsteht der Eindruck, als solle die Sache ausgesessen werden, schreibt HNA-Sportchef Frank Ziemke in seinem Kommentar.

Es ist eine seltsame Stille, die derzeit beim KSV Hessen Kassel herrscht. Es hüllt sich ein Mantel des Schweigens um den Verein, der eigentlich nach Aufmerksamkeit dürsten müsste. Nachrichten zur Mannschaft? Keine. Neuigkeiten auf dem Weg in eine wie auch immer geartete Zukunft? Keine. Aufnehmen der positiven Stimmung, die durch die vielen Unterstützer-Ideen der Fans aufkam? Bedingt.

Offenbar ist dieser Weg in den vergangenen zwei Wochen bewusst gewählt. Aber: Der KSV scheint schlecht beraten, ausgerechnet jetzt auf Tauchstation zu gehen.

Ist nicht jetzt die Phase, in der er präsent sein müsste? In der er sich interessant machen müsste? Die Aktionen der Fans, die Welle der Hilfsbereitschaft aufzunehmen und weiterzuentwickeln, auch das ist Aufgabe des Vereins. Öffentlichkeit als Chance begreifen, nicht nur als Gefahr sehen - wann, wenn nicht jetzt? Es geht ja nicht darum, Interna auszuplaudern. Es geht vielmehr darum, Thema zu bleiben. Signale zu setzen. Die eigentlich versprochene Transparenz zu bieten.

Stattdessen verströmen die Löwen plötzlich eine gewisse Lethargie. Es entsteht so ein wenig der Eindruck, als solle die Sache ausgesessen werden bis zur Jahreshauptversammlung. Nach uns die Sintflut, das darf es aber nicht geben. Alle, die den Löwen helfen wollen - egal ob bereits im Boot oder hinzukommend - verdienen jetzt bedingungslose Offenheit über Istzustand und Idee für die Zukunft. Nur so hat der KSV noch eine Überlebenschance.

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