Kommentar zur Situation beim KSV Hessen: Klug geht anders

Der KSV Hessen Kassel hat eine mitunter turbulente Jahreshauptversammlung erlebt. Die Situation bei den Löwen kommentiert HNA-Sportredakteur Florian Hagemann.

Wie steht der KSV im Jahr 2015 da? Das lässt sich so einfach nicht beantworten. Der Verein hat in die Infrastruktur investiert. Er hat Werte geschaffen, die viel wert sein können, wenn sie richtig genutzt werden. Die Mannschaft macht unter Trainier Matthias Mink einen stabilen Eindruck, wenngleich in der nächsten Saison ein Schritt nach vorn erkennbar sein muss, um wieder mehr Zuschauer anzulocken. Die Voraussetzungen sind günstig – mit lukrativen Tests, womöglich einem Eröffnungsspiel gegen Offenbach und dem Pokalknüller gegen Hannover.

Das alles aber kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der KSV mitunter noch den einen oder anderen Aussetzer leistet. Dass er keinen unabhängigen Kassenprüfer für das vergangene Jahr engagiert hat, obwohl das die Satzung vorschreibt, ist mehr als eine Lappalie und lässt angesichts einer weiterhin finanziell angespannten Lage Raum für Spekulationen. Klug geht anders.

Das gilt auch für das Vorgehen des Wahlausschusses. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl hätte er die Unruhen und den Unmut vermieden. So bleibt das Gefühl unter manchen Mitgliedern, sie bekämen alles vorgesetzt. Das ist nicht die beste Grundlage.

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