Im Mittelfeld gibt es viele Optionen

KSV Hessen empfängt Aalen: Konkurrenzkampf in der Zentrale

Brian Schwechel (links) und Lukas Iksal.
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Gut in Form: Brian Schwechel (links) hier mit Lukas Iksal.

Brian Schwechel wird wohl – sollte er von Verletzungen verschont bleiben – die beste Regionalliga-Saison seiner noch jungen Karriere spielen.

Kassel – Der Fußballer des KSV Hessen Kassel ist in dieser Spielzeit richtig gut in Form, hat als zentraler Mittelfeldspieler bereits zwei Tore erzielt und eins vorbereitet. Viel wichtiger aber: Er stand in 14 von 16 Spielen auf dem Feld. Auch morgen hat er gute Chancen, im Auestadion gegen Aalen von Beginn an dabei zu sein (Anpfiff 14 Uhr).

Nachdem der 23-Jährige anfangs noch häufiger eingewechselt wurde, hat er sich zuletzt einen Platz in der Stammelf erarbeitet. So weit war Schwechel schon einmal. In der Saison 2017/18 – im Jahr zuvor hatte er lediglich einmal im Kader der Löwen gestanden – bestritt er gleich 31 von 36 Partien, viele davon über 90 Minuten. Schwechel war so etwas wie der Shootingstar aus der eigenen Jugend in einer Mannschaft, die finanziell kaum Spielraum hatte. Auch das half ihm natürlich dabei, gleich Fuß zu fassen. Die Konkurrenz war nicht so namhaft wie in den Jahren zuvor.

Mit dem persönlichen Erfolg kamen natürlich auch die Angebote. Ein 19-Jähriger, der in der vierten Liga Stammspieler ist – das ruft höherklassige Klubs auf den Plan. Und auch Schwechel soll wohl einige Angebote gehabt haben, mit denen er sich damals beschäftigt hat. Am Ende blieb er aber doch bei den Löwen. Wie so häufig bei jungen Fußballern kam aber auch bei ihm eine Leistungsdelle. Im zweiten Hessenliga-Jahr stand er nur 341 Minuten auf dem Feld – was selbst in der abgebrochenen Saison nicht viel war. In der vergangenen Spielzeit fehlte Schwechel dann lange berufsbedingt. „Ja, er hatte ein längeres Tief. Aber er hat zwischenzeitlich ein duales Studium absolviert. Dazu kam die Umstellung von Schule und Fußball auf Job und Fußball. Das ist etwas anderes von der Belastung“, sagt Trainer Tobias Damm. „Er hat sich da rausgearbeitet und ist nach einer Zeit mit vielen muskulären Verletzungen jetzt mal länger fit“, so der Coach.

Damm schätzt an Schwechel die Kopfballstärke und Torgefahr. Vor allem letztere hebt den 23-Jährigen von seinen Konkurrenten im zentralen Mittelfeld ab. Kapitän Frederic Brill ist gesetzt, greift aber als defensiver Abräumer nur selten ins Offensivspiel ein. Steven Rakk war gerade länger verletzt. „Er macht das komplette Training mit und hat keine Beschwerden mehr. Aber er braucht noch die Kraft“, sagt Damm. Nils Stendera fällt weiterhin mit einem Innenbandanriss aus. Aram Kahraman war es, der in dieser Saison einen großen Sprung gemacht hat und Schwechels größter Konkurrent im zentralen Mittelfeld ist. „Aram ist sehr, sehr wichtig für uns und hat sich enorm weiterentwickelt. Er hat an Konstanz dazugewonnen, ab und zu ist er aber im Passspiel noch zu fehlerhaft. Er hat aber eine gute Übersicht, ist laufstark, fordert den Ball, ist aggressiv in den Zweikämpfen“, sagt Damm. Kopfballspiel und Torgefahr gehören aber nicht zu Kahramans Stärken. Auch deswegen könnte der Platz neben Brill in der Zentrale morgen an Schwechel gehen.

Doch nicht nur im Zentrum wird der Konkurrenzkampf härter. Weil Lukas Iksal und Ingmar Merle wieder fit sind, hat Damm morgen eine große Auswahl. Deswegen entscheide die Trainingsleistung über einen Platz in der Startelf. Neben Schwechel habe ihn auch Daniele Vesco in der vergangenen Woche überzeugt. (Maximilian Bülau)

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