Kapitän Tobias Becker und Henrik Giese drohen auszufallen

KSV vor Spiel gegen Hoffenheim: Alltag mit Sorgen

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Er wird am Sonntag den Weg wohl nicht weisen: Kapitän Tobias Becker droht dem KSV in Hoffenheim wegen einer Risswunde am Knie auszufallen.

Kassel. Am Montag der Festtag, am Wochenende der Alltag: Der Spielplan der Fußball-Regionalliga Südwest hält für den KSV Hessen Kassel ein starkes Kontrastprogramm bereit.

Auf das Schlagerspiel der Traditionsklubs gegen Waldhof Mannheim folgt am Sonntag (14 Uhr) die Reise ins Kraichgau, wo die Mannschaft von Trainer Matthias Mink bei der U 23 der TSG Hoffenheim antritt.

Und wie das so ist: Mit dem Alltag kommen die Sorgen. Die gelten vor allem dem Kapitän. Tobias Becker hinderte eine Risswunde am Knie zwar nicht, beim 0:0 gegen Spitzenreiter Mannheim die komplette zweite Halbzeit durchzuhalten – sein Einsatz am Wochenende ist aber höchst unwahrscheinlich. Gleiches gilt für Innenverteidiger Henrik Giese, der wegen einer Fußprellung am Montag bereits zur Pause passen musste.

In der Defensive drückt also langsam der Schuh. Immerhin hat Steffen Friedrich am Mittwoch bei einem Testspiel in Wilhelmshöhe erste Spielpraxis bekommen. Gut möglich, dass der Innenverteidiger, der mit Kreislaufproblemen längere Zeit passen musste, Sonntag erstmals wieder zum Kader gehört. Ein Einsatz von Beginn an käme aber sicher zu früh. Beim 9:0-Sieg gegen den Kreisoberligisten kamen neben einigen A-Jugendspielern – Pascal Itter war mit vier Treffern erfolgreichster Schütze – vor allem die Akteure zum Zug, die zuletzt nicht so viel Spielpraxis hatten. Sergej Evljuskin zum Beispiel, der nun erste Wahl ist für die Vertretung von Becker. Gieses Position wird wie schon gegen Waldhof Nico Perrey übernehmen.

Unabhängig vom Personal sagt Trainer Mink: „Wir müssen an unserem Spiel nicht viel ändern.“ Viel Lob gab es vor allem für die erste Halbzeit gegen Mannheim. Was dem Trainer fehlte: Mehr Konsequenz bei Standardsituationen – und ein Tick mehr Mut. Gegner Hoffenheim mit dem Nordhessen Benjamin Trümner liegt derzeit auf dem zehnten Platz, hat nicht so gravierende, aber ähnliche Probleme wie die zweite Garnitur des SC Freiburg. „Die Kader sind noch einmal verjüngt worden. Das birgt natürlich Gefahren“, sagt Mink, der sich beim Sieg in Freiburg phasenweise an „Jugendfußball“ erinnert fühlte. Er verweist aber auch auf einige erfahrenere Akteure bei Hoffenheim, das schon drei Siege landete. Auch im Alltag wird der KSV also erst einmal bestehen müssen.

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