Löwen zu Gast in Elversberg

Personalien und ein Top-Gegner: Der KSV blickt nach vorn

Mit ihm will der KSV nun über eine Vertragsverlängerung verhandeln: Trainer Matthias Mink. Foto: Hedler

Kassel. Nach einem nachrichtenstarken Wochenende geht es für den KSV Hessen Kassel nicht nur mit dem Spiel am Mittwoch beim Spitzenteam der SV Elversberg weiter (Anpfiff: 19 Uhr).

Vielmehr muss auch die Frage beantwortet werden, was nun passiert nach dem Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Hans-Jochem Weikert und dem Rückzug auf Raten des Hauptsponsors VW.

Klar scheint die Sache, wenn es um die Besetzung des frei gewordenen Platzes im Vorstand geht. Laut Aufsichtsrat Frank Walter soll schon bald ein Nachfolger für den ausgeschiedenen Weikert gefunden werden. Es seien auch schon zwei, drei Kandidaten im Gespräch. Keine Option ist es demnach, den Vorstand zunächst einmal so zu belassen, wie er ist: mit den drei Mitgliedern Dirk Lassen, Dirk Wiegand und Simon Eberle. Die Satzung ließe das zu, aber: „Wir brauchen noch einen, um all die Arbeit dort zu bewältigen“, sagt Walter.

Ansonsten muss sich der Verein darüber Gedanken machen, wie er sich im Zuge der neuen Entwicklung rund um VW für die neue Saison ausrichtet. Wie zu hören ist, soll an dem Ziel festgehalten werden, den Aufstieg anzugehen – auch wenn der Hauptsponsor seine Unterstützung um rund 20 Prozent reduziert. Die Vertragsverhandlungen mit Trainer Matthias Mink sollen zudem fortgesetzt werden.

Nur: Wie sieht Mink die Situation? Er verweist darauf, dass er in seiner nun zweieinhalbjährigen Amtszeit stets einen gewissen Realismus transportiert hätte. Heißt: Wenn die Zielsetzung zur Kaderplanung passt, wird Mink Kassel nicht verlassen wollen. Das alles aber ist Zukunftsmusik.

Erst einmal steht die Partie in Elversberg an. Für Mink stellt der Tabellenzweite sowohl in der Spitze als auch in der Breite die beste Mannschaft der Liga. „Das wird eine tolle Herausforderung“, sagt der Trainer, dessen Aufgabe erschwert wird: Neben den Langzeitverletzten Tim Welker, Steffen Friedrich, Shqipon Bektashi und Tino Schulze fällt wohl auch Tobias Damm aus, der an einem fiebrigen Infekt leidet. Immerhin steht mit Tobias Becker nach seiner Gelbsperre der Kapitän wieder zur Verfügung.

Er könnte Struktur in ein Mittelfeld bringen, dem beim 1:0 am vergangenen Samstag gegen den SV Spielberg die Inspiration fehlte. Da wirbelte der Trainer seine Elf personell durcheinander – zwangsläufig, wie er sagt. Von Testspielwochen in Anbetracht der Tabellensituation jenseits von Gut und Böse will er nichts wissen: „Ich werde einen Teufel tun und testen. Dafür ist die Phase zu wichtig.“

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