1:1 gegen den FC Homburg

KSV: Endlich ein Tor, aber wieder kein Heimsieg

Kassel. Nach 494 Minuten hat Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel seine torlose Heimspielzeit mit einem Treffer von Sylvano Comvalius beendet. Der Schnellcheck zum Spiel.

Bitter: Trotz einer überlegen geführten Partie reichte es nicht für einen Heimsieg. Den Gästen vom FC Homburg gelang in der Schlussphase mit einem Freistoß der Treffer zum 1:1-Endstand.

Wie war das Spiel im Auestadion? Eine ganze Weile sah es so aus, als wäre alles wie so oft in den letzten Wochen. Die Gastgeber hatten das Spiel im Griff, spielten von Beginn an gefällig über die Flügel, doch vor dem Homburger Tor fehlte die Zielstrebigkeit. Das änderte sich diesmal, auch weil die Löwen Tempo und Stärke im Umschaltspiel zeigten. Schon in der 35. Minute sah das gut aus: Kopfballabwehr Steffen Friedrich, Spurt von Tobias Damm, Pass auf Mike Feigenspan. Hier fehlte noch der Lohn, weil Torhüter Fromlowitz mit dem Fuß klärte. Kurz vor der Pause aber erzielte Sylvano Comvalius nach einem weiteren Konter über Feigenspan das ebenso erlösende wie verdiente 1:0 und beendete die torlose Zeit im Auestadion.

Nach der Pause ging das so weiter. Die Löwen konterten sehenswert. Schade, dass der stark spielende Damm sich nach Feigenspans Vorarbeit nicht endlich mit einem Tor belohnte, den Ball freistehend über das Tor hob (49.). Feigenspan selbst hatte mit einem Schuss aus spitzem Winkel (52.) und einem Freistoß (63.) weitere Möglichkeiten, alles klar zu machen. Weil das nicht gelang, gab es am Ende die kalte Dusche. In der 81. Minute erzielte Murat Bildirici mit einem Freistoß aus 28 Metern das 1:1. Torhüter Kevin Rauhut, auf den bis dahin bei allen brenzligen Situationen Verlass war, sah dabei nicht gut aus. Kurz vor Schluss landete ein Volleyschuss von Lorenzoni nur auf der Latte. Die Gastgeber waren endgültig um den Lohn eines guten Heimspiels gebracht. Wieder einmal wurde das Auslassen zu vieler Torchancen bestraft. Und die Löwen vergaben die Chance auf einen gelungenen Abschluss der Hinrunde.

Gab es einen besonderen Moment? Natürlich gab es den, und zwar genau um 14.50 Uhr. Dann gingen 495 torlose Minuten der Heimmannschaft im Auestadion zuende. Es war ein schöner Angriff über die linke Seite. Mike Feigenspan drang mit dem Ball in den Strafraum ein, zögerte etwas, spielte dann aber einen Querpass auf Sylvano Comvalius. Der schoss von halbrechts, der Ball trudelte gar nicht mal so schwungvoll Richtung Tor, sprang an den Innenpfosten und von da über die Linie. Endlich, endlich, endlich. Kollektives Aufatmen. Und, nicht gelogen: In diesem Augenblick schien tatsächlich plötzlich die Sonne ins Auestadion.

KSV spielt unentschieden gegen den FC Homburg

Gab es neben dem besonderen auch einen kuriosen Moment? Kann man so sagen. Wir haben darüber keine Statistik parat, aber es gab mit Sicherheit eine der schnellsten Gelben Karten aller Zeiten im Auestadion. Sergej Schmik erhielt sie nach 52 Sekunden, als er einen Konter der Gäste mit einem Foul im Mittelfeld unterband.

Und die Statistik zum Spiel? Sieht so aus:

KSV: Rauhut - Schmik, Friedrich, Perrey, Lorenzoni - Evljushkin (61. Brill), Becker - Lemke (61. Pepic), - Feigenspan, Comvalius (79. Girth), Damm

Homburg: Fromlowitz - Gaebler (68. Wolf), Fischer, Noll, Stegerer - Bildirici (86. Velagic), Kilian, Kröner, Schäfer - Hesse, Steinmetz

SR: Kempkes (Thür), Z: 1298

Tore: 1:0 Comvalius, 1:1 Bildirici (81.)

Gelbe Karten: Schmik, Steinmetz

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