1:3-Rückstand im Testspiel aufgeholt

KSV: 3:3 gegen Wiedenbrück - Schmeer trifft doppelt

Kassel. Nach der Aufholjagd und dem 3:2-Sieg in Düsseldorf hat Fußball-Regionalligist KSV Hessen erneut einen Rückstand wettgemacht und noch Unentschieden gespielt.

Das Team von Trainer Matthias Mink lag im Testspiel gegen den SC Wiedenbrück aus der Regionalliga West bereits mit 0:2 und 1:3 zurück, ehe die Löwen am Ende doch noch zu einem 3:3 (0:2) kamen. Sebastian Schmeer traf doppelt, Dennis Lemke sorgte mit der letzten Aktion des Spiels für den Ausgleich.

Vor knapp 100 Zuschauern und bei heftigem Schneetreiben hatte der KSV der ersten Halbzeit zunächst einen sehr schweren Stand gegen einen richtig guten Gegner. Nael Najjer und Shqipon Bektasi machten zwar viel Druck über die rechte Seite, doch die Tore schossen die Gäste. „Wir haben gute Ansätze gezeigt, aber uns leider auch zwei individuelle Fehler erlaubt“, sagte Matthias Mink zum ersten Durchgang. Zunächst leitete Nico Perrey mit einem Fehlpass das 0:1 durch Massih Wassey ein (15.), und nur sechs Minuten später verwandelte der Wiedenbrücker Stürmer einen Freistoß aus 18 Metern zum 0:2 aus Sicht des KSV.

Zur Pause wechselten die Löwen dann komplett durch, und die neue Elf wirkte von Beginn an zielstrebiger, aggressiver und lauffreudiger. Statt Viererkette präsentierte sich nun eine Dreier- respektive Fünferkette. Sebastian Schmeer (46.) und Ingmar Merle (54.) vergaben die ersten beiden Möglichkeiten der Gastgeber, ehe eine Traumkombination auf nun schmierigen Bodenverhältnissen zum 1:2 führte. Benjamin Girth schickte Merle über rechts, der gab flach hinein ins Strafraumzentrum, wo Schmeer nur noch einschieben brauchte (62.).

Das 3:1 der Wiedenbrücker in der 69. Minute durch Carsten Strickmann fiel wie aus heiterem Himmel – und blieb die einzige Offensivaktion der Gäste in der zweiten Halbzeit. Denn eine erneut schön herausgespielte Aktion über Tino Schulze – diesmal über links – nutzte Schmeer in der Mitte zum 2:3-Anschlusstreffer (83.). Vier Minuten später sorgte Dennis Lemke mit dem 3:3 für den Schlusspunkt. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Schiedsrichter Ralf Orschulok aus Wattenbach pfiff kurz nach dem Treffer ab – dabei waren erst 87 Minuten gespielt.

„Ich weiß nicht, ob es ihm bei dem Schnee zu kalt wurde, aber ich habe auch noch drei Minuten auf der Uhr“, sagte KSV-Coach Matthias Mink im Anschluss. Zur zweiten Halbzeit seines Teams meinte er: „Da hat man gesehen, was man erreichen kann, wenn wir noch mehr ins Risiko gehen. Allerdings soll das Aufholen von Rückständen jetzt nicht zum Alltag werden.“

KSV (1. Halbzeit): Rauhut - Najjer, Schmik, Perrey, Müller - Jung, Becker, Brandner - Bektasi, Damm, Feigenspan

KSV (2. Halbzeit): Schlöffel - Merle, Friedrich, Gaede, Giese, Schulze - Lemke, Evljuskin - Schmeer, Girth, Dawid

Von Torsten Kohlhaase

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.