KSV-Gegner Hoffenheim: Busunglück im Trainingslager

TSG-Trainer Frank Kramer

Kassel. Eigentlich sollte die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim am übernächsten Samstag mit einem Spiel gegen den FC Memmingen in den Rest der Rückrunde starten.

Doch ob das Team, das in der Regionalliga Süd Konkurrent des KSV Hessen Kassel ist, tatsächlich antritt, ist noch unklar.

Der Grund: ein Unfall, der das Trainingslager in der namibischen Hauptstadt Windhoek überschattet hat. Was ist geschehen? Am Freitag verunglückte der Bus, der das Team zum Flughafen in Windhoek bringen sollte. TSG-Trainer Frank Kramer sagte gegenüber unserer Zeitung: „Die Fahrbahn war glitschig, der Bus geriet ins Schleudern und fuhr in den Graben. Schließlich ist er umgekippt.“ Die meisten Spieler zogen sich Schnittwunden zu, zwei erlitten Brüche. Auch zwei Betreuer wurden schwerer verletzt – darunter Cesar Thier, der ehemalige Torwart von Borussia Fulda und Kickers Offenbach. Er brach sich einen Wirbel, hat laut Kramer aber keine bleibenden Schäden zu befürchten.

Alle Spieler und Betreuer wurden nach dem Unfall in umliegende Krankenhäuser gebracht, fast alle sind mittlerweile aber wieder zurück in Deutschland. Die beiden letzten Patienten werden wohl am Mittwoch zurück nach Frankfurt fliegen. „Wir haben noch Glück im Unglück gehabt“, sagt Kramer, der allerdings auch betont: „An ein Training ist erst einmal nicht zu denken. Die Jungs sind jetzt zu Hause und müssen das reflektieren. Der Schreck bleibt ja.“ Und außerdem: Viele Schnittwunden mussten genäht werden, die Fäden sind noch nicht gezogen. Erst in sieben bis zehn Tagen ist wohl wieder ein geordneter Trainingsbetrieb möglich. Deshalb gibt es die Überlegung, das erste Spiel nach der Winterpause gegen Memmingen verlegen zu lassen.

Ob das in einem solchen Fall überhaupt geht, muss noch geklärt werden. Jürgen Faltenbacher, Spielklassenleiter der Regionalliga Süd, meinte gestern: „Das lässt sich ad hoc nicht sagen.“ Die Frage steht letztlich auch nicht im Mittelpunkt: „Wir sind froh, dass die ganze Sache verhältnismäßig glimpflich ausgegangen ist“, sagt Frank Kramer, der das Trainingslager, das Hoffenheim-Scout und Fußball-Weltenbummler Lutz Pfannenstiel eingefädelt hatte, an sich in positiver Erinnerung behält. „Es war alles top – bis auf diese fünf Minuten.“ (hag)

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