Entwicklungen bei den Löwen 

KSV Hessen: Albrecht zum OFC, Lensch nach Lohfelden, Klapp sponsort Zweite 

Kassel. Dass der KSV Hessen Kassel Innenverteidiger Lucas Albrecht nach dem Abstieg in die Fußball-Hessenliga nicht würde halten können, ist keine Überraschung.

Nun ist auch klar, für wen der 27-Jährige in der kommenden Saison auflaufen wird. Albrecht bleibt in Hessen – und spielt ab sofort für den Löwenrivalen Kickers Offenbach in der Regionalliga. Er bestätigte das gestern gegenüber unserer Zeitung. Albrecht erhält einen Einjahresvertrag.

Ein Grund für den Wechsel ist auch, dass Albrechts Freundin in Frankfurt arbeitet. „Seit ich in der A-Jugend spiele, sind wir ein Paar. Ich habe sie zuletzt immer wieder vertröstet. Nun ist es das erste Mal, dass wir zusammenziehen“, erzählt Albrecht. Es sei definitiv keine leichte Entscheidung gewesen. Vor allem, weil er bis zum Schluss auf den Klassenerhalt gehofft habe – und dann geblieben wäre.

Für den Verteidiger ist nach zwei Jahren in Nordhessen nun aber Schluss. 2016 war er eigentlich als Stürmer aus Neustrelitz gekommen, wurde aber schnell zum Innenverteidiger umfunktioniert, weil er auf dieser Position gebraucht wurde. Er entwickelte sich zum Leistungsträger. In der Regionalliga und im Hessenpokal absolvierte Albrecht insgesamt 66 Spiele für die Löwen und erzielte dabei 13 Tore.

Albrecht ist sich bewusst, dass viele in Kassel ihn durch den Wechsel zum OFC „verfluchen werden“. Trotzdem werde er die Zeit in guter Erinnerung behalten und auch in Zukunft die Entwicklung der Löwen verfolgen. „Ich hoffe, dass es bei einem Jahr Hessenliga bleibt“, sagt er.

Mit David Lensch (20) steht unterdessen ein weiterer Abgang fest. Der Offensivmann wechselt zum künftigen Ligarivalen nach Lohfelden. Lensch war zumeist in der zweiten Mannschaft zum Einsatz gekommen. Bei der könnte eine andere Entwicklung für Gesprächsstoff sorgen.

„Ich werde für eine komplette Saison alle Kosten der zweiten Mannschaft des KSV Hessen in der Gruppenliga übernehmen“, erklärt Kosmetik-Unternehmer Gerhard Klapp aus Hessisch Lichtenau. Dies habe er in einem persönlichen Gespräch Löwen-Trainer Tobias Cramer zugesagt. Klapp bestätigt, dass die Mannschaft somit nicht vom Spielbetrieb zurückgezogen werden muss, auch die Position von Trainer Thorsten Hirdes sei gesichert.

Alexandra Berge, Pressesprecherin des KSV Hessen, bestätigte auf Anfrage entsprechende Kontakte, ein Vertrag mit Klapp sei aber noch nicht abgeschlossen.

Klapp wird sich somit in der nächsten Saison bei vier heimischen Klubs finanziell engagieren: Neben den Junglöwen liegen ihm auch der Lichtenauer FV und der Kasseler BC Sport in den Kreisoberligen sowie der (Noch-) Verbandsligist SSV Sand am Herzen. Klapp hatte schon einmal den KSV gesponsort. Die Löwen trennten sich nach internen Streitigkeiten aber 2011 von ihm. 

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