Zu Gast in Griesheim

KSV Hessen muss in Griesheim den Alltag bewältigen

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Ein besonderer Dank: KSV-Stürmer Mahir Saglik muntert Vilbels Torhüter Sadra Sememy auf, der ihm letzte Woche einen Treffer ermöglicht hatte.

Der Blick geht schon Richtung Rekordspiel. Bevor es aber zum Derby gegen Baunatal kommt, muss der KSV Hessen Kassel den Alltag in der Fußball-Hessenliga bewältigen.

Der KSV Hessen Kassel muss ein kleines Kunststück vollbringen in diesen Tagen. Dieses Kunststück heißt „Ausblenden“. Rund um den Fußball-Hessenligisten wird fast nur noch über Ostermontag gesprochen. Das Derby gegen Baunatal. Das Rekordspiel. Für Trainer Tobias Cramer und seine Spieler aber heißt es weiter: Erst kommt der Alltag. Erst gilt die Pflicht, im Aufstiegskampf zu bestehen. „Das ist die Kunst im Fußball, diesen Alltag zu bewältigen“, sagt auch Trainer Tobias Cramer.

Dieser Alltag heißt am Samstag: Reise zu Viktoria Griesheim (15 Uhr). Und klar: Die Rückfahrt soll mit drei Punkten angetreten werden. Einer, der dabei helfen soll, ist natürlich Mahir Saglik. Mit seinen Toren. Aber auch mit seiner Erfahrung. Klar, der 36-Jährige hat in seiner langen Laufbahn ja ganz andere Spiele erlebt, als so ein Derby im Auestadion. Egal ob in Wolfsburg oder St. Pauli, ob in Paderborn oder zuletzt in der Türkei. Er kann Ruhe ausstrahlen auf die Mannschaft. Cramer weiß allerdings auch: „Bei allem, was er erlebt hat, das Spiel kommende Woche wird auch für ihn etwas Besonderes.“

Zunächst aber soll Saglik in Griesheim helfen, dass die Kasseler in der Erfolgsspur bleiben. Fünf Spiele hat er bisher für den KSV bestritten, fünf Tore erzielt. Eine zufriedenstellende Quote. Trotzdem war sein Trainer nach dem Sieg gegen Vilbel auch kritisch mit seinem Routinier. „Seine Laufleistung stimmte am Samstag nicht. Wir haben darüber gesprochen. Mahir war selbst sehr unzufrieden. Ich bin sicher, dass er Samstag anders auftreten wird“, sagte Cramer. Kurios: Saglik hatte ja trotzdem getroffen, als Torhüter Sadra Sememy ihn angeschossen hatte. Der KSV-Stürmer „bedankte“ sich danach mit einer aufmunternden Geste beim Vilbeler.

Personell gibt es bei den Löwen eine Veränderung. Am Samstag heißt es: Merle fehlt, Schmeer ist zurück. Innenverteidiger Ingmar Merle, dem zuletzt beim Sieg gegen Bad Vilbel ein großartiges Freistoß-Tor gelang, muss nach einem Bluterguss im Oberschenkel pausieren. „Er braucht dringend eine Pause“, sagt Cramer. Dafür ist Stürmer Sebastian Schmeer zurück im Team. Auch Torhüter Niklas Hartmann hat in dieser Woche wieder trainieren können, steht zumindest wieder im Kader.

Wenn der Alltag in Griesheim erfolgreich bewältigt werden sollte, hätte das für den KSV Hessen übrigens zwei positive Auswirkungen. Die Vorfreude auf das Rekordspiel könnte dann ungebremst beginnen. Und: Da Alzenau am Wochenende spielfrei ist, würden die Löwen auf Platz zwei vorrücken.

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