Fußball-Hessenliga

KSV Hessen steht vor dem ersten Meilenstein der Saison

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Kann derzeit zufrieden sein: KSV-Trainer Tobias Cramer hat mit seinem Team drei Siege aus drei Spielen geholt. Dabei haben die Löwen nur ein Gegentor kassiert. 

Kassel. Mit drei Siegen ist der KSV Hessen Kassel optimal in die Saison in der Fußball-Hessenliga gestartet. Nun steht der Regionalliga-Absteiger jedoch vor dem ersten Härtetest. 

Mit Baustellen kennt sich der KSV Hessen Kassel derzeit aus. Bei der ganzen Reiserei durch die Fußball-Hessenliga. Gestern Allendorf, heute Neu-Isenburg, morgen Eddersheim – und zwischendurch immer mal wieder zurück in die Heimat. Da passiert der Mannschaftsbus schon die eine oder andere Baustelle. Und manchmal – wie zuletzt auf dem Weg nach Neu-Isenburg – da bleibt das Teamgefährt im Stau stecken. Bislang hakt es für die Löwen allerdings nur im Verkehr. Sportlich haben sie mit neun Punkten aus drei Auswärtsspielen die Maximalausbeute geholt. Und am heutigen Mittwoch ab 19 Uhr beim FC Eddersheim soll der vierte Erfolg hinzukommen.

Das 5000-Einwohner-Dorf in der Nähe von Frankfurt kennt der KSV bereits aus der vergangenen Saison. Da trafen die Löwen im Halbfinale des Hessenpokals auf den damaligen Verbandsligisten und zogen durch einen 2:1-Erfolg (Tore von Frederic Brill und Marco Dawid) ins Endspiel ein. Weil Eddersheim der Aufstieg in die fünfte Liga gelang, gibt es dieses Duell nun erneut.

Ein Blick zurück auf die Partie am 21. März 2018 zeigt auch, wo eigentlich die Baustelle des KSV in dieser Saison erwartet wurde. Im Pokal-Halbfinale verteidigten in Sergej Schmik, Cédric Mimbala und Steven Rakk drei Spieler, die mittlerweile nicht mehr da sind. Rakk vertrat damals nur Sascha Korb, der ebenfalls den Verein gewechselt hat. Und der vierte Mann in der Abwehrkette war Sergej Evljuskin, der aber nur den angeschlagenen Lucas Albrecht vertrat. Auch der ist mittlerweile weg aus Kassel.

Die Vermutung lag also nahe, dass die Löwen in dieser Spielzeit am ehesten in der Verteidigung Probleme bekommen würden. Nach drei Partien mit nur einem Gegentor sieht das aber anders aus. Das liegt vor allem daran, dass Ingmar Merle – die einzige Konstante in der Innenverteidigung bislang – als Organisator einen guten Job macht. Und das liegt daran, dass sich die Neuzugänge Jan-Philipp Häuser und Luis Allmeroth ohne Schwierigkeiten angepasst haben. „Die Qualität haben beide. Entscheidend ist die Konstanz ihrer Leistungen. Die Jungs brauchen Geduld“, sagt Coach Cramer.

Der 19 Jahre alte Allmeroth erzielte zuletzt gegen Neu-Isenburg das erlösende 2:0 per Kopf. Und er deckte so ein bisschen die eigentliche Baustelle des KSV auf: die Chancenverwertung. Denn in allen drei Partien bislang waren die Löwen deutlich überlegen, versäumten es aber, das Spiel frühzeitig durch Tore zu entscheiden.

„Wir haben uns gegen die tief stehenden Gegner viele Chancen erarbeitet. Die letzte Konsequenz lassen wir aber vermissen. Da fehlt mir die Demut vor dem Tor“, sagt Cramer. „Wir lassen den Ball gut zirkulieren, gehen bis zur Grundlinie – aber dann fehlt oft der letzte Schritt.“

In Eddersheim sieht der Trainer den ersten richtigen Meilenstein dieser Saison. Das wird auch die Anreise, die mit 192 Kilometern eine der weitesten in dieser Hessenliga ist. Die läuft anders als zuletzt hoffentlich ohne Stau ab. Ansonsten könnte Torschusstraining auf den Kofferraum die Zeit vertreiben.

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