Bei Stuttgarts Reserve

Nach Derbyabsage: KSV Hessen bestreitet am Donnerstag letztes Spiel des Jahres

Ein letztes Mal konzentrieren: Der KSV Hessen Kassel mit Sascha Korb trägt am Donnerstag die letzte Partie der Regionalliga Südwest in diesem Jahr aus. Archivfoto: Hedler

Kassel. Am Freitag zeigte der Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel der Reserve des VfB Stuttgart, wie es geht. Nicht fußballerisch, aber organisatorisch.

Da wurde das Hessenderby gegen Kickers Offenbach abgesagt. Platz unbespielbar. Der Rivale aus Südhessen musste dafür gar nicht erst anreisen. Das war eine Woche zuvor für die Löwen noch anders gelaufen. Da waren Spieler, Trainer und sogar einige Fans schon in Stuttgart, als sie von der Spielabsage erfuhren. Hilft aber alles nichts: Am Donnerstag muss der KSV erneut zu den Schwaben. Da ist das Nachholspiel angesetzt. Und dieses wird wohl stattfinden.

Die Terminfindung

Eigentlich sollte die Partie gegen Stuttgarts Reserve am Samstag ausgetragen werden. Der KSV fragte allerdings an, ob schon am Donnerstag gespielt werden kann. Verein und Verband stimmten zu.

Das hat einen Hintergrund: „Wir haben ein Hotelkontingent, und das ist schon verplant. Wir hätten also nicht noch einmal in Stuttgart übernachten können“, sagt Trainer Tobias Cramer. Samstags wäre 14 Uhr Anstoßzeit gewesen. Dann hätten die Löwen morgens um sechs Uhr losfahren müssen. Nun geht es um 17.30 Uhr im Gazi-Stadion los. „Wir können so erst um zehn Uhr morgens starten. Wir müssen aus dem Auswärtsspiel eine Tagesfahrt machen. So ist es am besten für die Mannschaft, um unser Ziel, drei Punkte zu holen, umzusetzen“, sagt Cramer.

Die Pause

Der letzte Auftritt der Löwen – das 1:2 im Auestadion gegen Saarbrücken – liegt am Donnerstag bereits zweieinhalb Wochen zurück. Ein Fakt, über den der Coach nicht besonders glücklich ist. „Aus dem spielfreien Wochenende im Herbst sind wir nicht gut rausgekommen“, analysiert Cramer. Und wirklich: Aus zwölf Partien nach dieser Pause holte der KSV keinen Dreier, verlor sieben Mal. Jetzt soll der Spielstopp die erneute Wende einläuten. Anschließend geht es in die Winterpause. Am 10. Februar startet die Rückrunde.

Der Machtkampf

Ob diese Partie in Stuttgart am Ende wirklich wichtig sein wird, zeigt sich dem Vernehmen nach im Januar. Denn der Bundesligist diskutiert derzeit eine Abmeldung der zweiten Mannschaft. Eine Version besagt, dass der neue Sportvorstand Michael Reschke diesen Plan verfolgt. Andere Strömungen des Klubs seien dagegen. Im Januar soll definitiv eine Entscheidung fallen. Die könnte auch so aussehen, dass das Budget der zweiten Mannschaft erheblich gekürzt wird.

Sollte das der Fall sein, zweifelt Cramer daran, dass die Reserve dann noch regionalligatauglich ist. Ein Spiel danach gegen die Schwaben wäre vielleicht deutlich einfacher. Sollte das Team abgemeldet werden, würden alle erspielten Punkte wegfallen. Im Auestadion gab es ein 2:2. Die Hoffnung von Cramer ist, dass die Reserve – wenn überhaupt – erst nach der Saison abgemeldet wird.

Das Personal

Personell sieht es gut aus beim KSV. Arne Schütze trainiert derzeit noch individuell, soll in dieser Woche aber wieder mit der Mannschaft arbeiten. Tim Brandner wird zur Vorbereitung nach der Winterpause wieder zur Mannschaft stoßen. So hat Cramer viele Möglichkeiten – und gespielt werden soll auf jeden Fall. Eine Rasenheizung ist ja vorhanden, und die soll dieses Mal auch angestellt werden. Dann wollen die Löwen Stuttgart auch fußballerisch zeigen, wie es geht.

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