Jetzt Pause bis Ende Februar 

KSV-Hessen-Fazit zur Winterpause: Vorn besser, hinten dicht

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Treffsicher: Stürmer Sebastian Schmeer erzielte in 18 Spielen 13 Saisontore. Damit ist er der gefährlichste Angreifer. 

Kassel. Während der KSV Baunatal und der FSC Lohfelden noch mal im Einsatz sind, ist der KSV Hessen Kassel schon in der Winterpause. Zeit für ein Zwischenfazit:

20 von 32 Partien in der Fußball-Hessenliga haben die Löwen bereits absolviert – zwölf auswärts, acht zuhause. Zeit für ein Zwischenfazit:

Die Chancenverwertung: 

Hat sich etwas gebessert, war aber vor allem zu Beginn der Saison ein Problem. Mit der Folge, dass einige Punkte unnötig liegengelassen wurden. Beispiele dafür sind das 0:0 in Hünfeld, das 1:2 in Baunatal mit dem verschossenen Strafstoß kurz vor Schluss und das 2:2 zuhause gegen Ginsheim. Mit fünf Punkten mehr würde die Welt nun noch etwas besser aussehen – auch wenn wahrscheinlich noch fünf Punkte wegen fehlender Schiedsrichter abgezogen werden. Fußball funktioniert aber eben nicht im Konjunktiv.

Mit 40 erzielten Treffern hinken die Löwen hinter dem Spitzenduo aus Gießen (68) und Alzenau (55) her. Zuletzt sprangen aber fünf Siege in Folge mit insgesamt 16 eigenen Toren heraus. Es bleiben immer noch beste Gelegenheiten ungenutzt, allerdings nicht mehr so viele.

Die Defensive:

Die steht dagegen richtig gut. Nur 16 Gegentreffer sind nach Tabellenführer Gießen (13) der zweitbeste Wert der Liga. Die erfahrenen Innenverteidiger Sergej Evljuskin und Ingmar Merle machen ihren Job richtig gut und verleihen dem jungen Team Stabilität. Dazu ist Torwart Niklas Hartmann ein gewohnt sicherer Rückhalt. Die Außenverteidigerpositionen waren dagegen oft Rotationsgebiet. Mit Neuzugang Jan-Philipp Häuser hat die rechte defensive Seite aber wohl eine Dauerlösung gefunden. Links gibt es dagegen vor allem durch die regelmäßigen Ausfälle von Tim Brandner immer wieder andere Besetzungen.

Verlässlich: Ingmar Merle. 

Der Durchstarter:

Für Nael Najjar ist es bereits das fünfte Jahr in der ersten Mannschaft der Löwen. 2016 brach er sich im Training das Schienbein. Oft pendelte er zwischen Regionalliga und Verbandsliga. Doch in diesem Jahr ist der 22-Jährige endgültig eine feste Größe im Team von Trainer Tobias Cramer. Er verpasste nur den Auftakt gegen Lohfelden, danach stand er in jeder Partie über 90 Minuten auf dem Feld. Anfangs spielte er Rechtsverteidiger, mittlerweile kommt er auf den Außen im Mittelfeld zum Einsatz. Und das macht sich bezahlt. Durch sein Tempo bildet Najjar zusammen mit Marco Dawid eine gefährliche Flügelzange. Gegen Friedberg und Hünfeld traf Najjar doppelt. Er hat sich zu einem Leistungsträger entwickelt.

Belebend: Nael Najjar überzeugt in neuer Rolle. 

Die Verlässlichen:

Sind vor allem die Erfahrenen. Hartmann, Evljuskin, Merle, Brandner, Brill, Bravo Sanchez, Schwechel, Dawid, Schmeer – die, die im vergangenen Jahr in der Regionalliga schon eine gute Rolle gespielt haben, sind auch in der Hessenliga-Mannschaft eine Bank. Das überrascht natürlich nicht. Allerdings spielen auch einige von den jungen Neuen bereits eine gute Rolle. Häuser wurde schon erwähnt, Luis Allmeroth ist in der Innenverteidigung ebenfalls eine Alternative. Janik Ziegler kam zuletzt als Linksverteidiger zum Einsatz und zeigte gute Ansätze. Und Jon Mogge bewies schon des Öfteren, dass er im Fall eines Schmeer-Ausfalls eine mehr als ordentliche Vertretung ist.

Die Heimstärke:

Dass der KSV den zweiten Platz mittlerweile wieder sehen kann, ist auch der Heimstärke zu verdanken. Im gesamten Jahr 2018 gab es im Auestadion keine Liga-Niederlage. Und auch die ersten drei Partien der Rückrunde finden dort statt. Am 23. Februar kommt Neu-Isenburg, dann Gießen und Alzenau. Klar ist: Der KSV Hessen ist jetzt angekommen.

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