Bravo Sanchez und Saglik treffen beim 2:1 des KSV Hessen gegen Mainz

Ein Lupfer hilft den Löwen zum Sieg

KSV Hessen Fußballer Adrian Bravo Sanchez lupft den Ball über den Mainz 05 Schlussmann Marius Liesegang hinweg ins Netz im Auestadion.
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Das Traumtor von Adrian Bravo Sanchez: In der 71. Minute lupft er den Ball über den Mainzer Schlussmann Marius Liesegang hinweg ins Netz.

Endlich wieder ein Dreier: Die Erleichterung aufseiten der Löwen war am Samstag nach dem 2:1 gegen die Reserve des FSV Mainz förmlich zu spüren.

Kassel - Seit dem 12. September hatte der KSV Hessen in der Fußball-Regionalliga Südwest auf einen Sieg gewartet, jetzt war es soweit. 763 Zuschauer bejubelten am Ende die Treffer von Mahir Saglik und Adrian Bravo Sanchez. Aber die Torschützen waren nicht die einzigen Hauptdarsteller. Fünf Personalien des Spiels:

Adrian Bravo Sanchez: Er ist ein Phänomen. Wenn man auf die Laufwege des 26-Jährigen schaut, weiß man eigentlich gar nicht, welche Position er einnimmt. Von hinten links bis vorn rechts, von einem Zweikampf im eigenen Strafraum über die Spielgestaltung im Mittelfeld bis hin zu Einwürfen, Ecken, Freistößen – er ist irgendwie überall beteiligt. Und krönt seine Leistung dann auch noch mit einem Traumtor. „Ich wusste, was Mahir macht, deshalb bin ich weit hinter ihm losgesprintet. Der Pass war exzellent, außerdem habe ich gesehen, dass der Mainzer Torwart weit vor dem Kasten stand. Und dann habe ich den Ball einfach drüber gelupft“, beschreibt Bravo Sanchez die Szene in der 71. Minute, die zum 2:0 führte.

Ingmar Merle: Er musste nach dem Spiel erstmal auf einer Bank Platz nehmen. Völlig ausgepumpt. Vor allem in der ersten Halbzeit hatte sich der Innenverteidiger in jeden Ball geworfen, brachte die Mainzer Offensivabteilung regelmäßig zur Verzweiflung. „Das ist ja mein Job. Aber ganz im Ernst: Wir haben es bis zur Pause gut gespielt und kaum etwas zugelassen. Dieser Sieg war verdammt wichtig, auch wenn wir das dritte Tor noch hätten nachlegen müssen. So blieb es leider bis zum Schluss spannend“, sagte Merle.

Mahir Saglik: In den ersten 45 Minuten wirkte der Routinier mitunter fast verzweifelt. Er haderte. Wenn er einen Ball nicht erreichte. Wenn ihm ein Pass misslang. Das Spiel lief in vielen Phasen an ihm vorbei. Doch sein Instinkt, der hatte ihn eben nicht verlassen. Das zeigte sich beim 1:0. Nach dem Freistoß von Alban Meha köpfte der eingewechselte Nils Pichinot an den Pfosten. Doch Saglik reagiert blitzschnell und drückt den Abpraller über die Linie. Und beim 2:0, da ist es eben wieder der 37-Jährige, der Bravo Sanchez mit dem perfekten Pass auf die Reise schickt.

Maximilian Zunker: Der KSV-Torhüter hatte lange einen recht ruhigen Nachmittag – dank der aufmerksamen Defensivarbeit seiner Vorderleute. In der ersten Halbzeit misslangen ihm einmal in kurzer Zeit drei lange Bälle, die allesamt Richtung Seitenaus trudelten. Aber viel wichtiger: Als Zunker dann gebraucht wurde, war er da. Hellwach. Als Oliver Wähling aus der Drehung abzog, fischte er den Ball aus dem Winkel. Es war in der 62. Minute die bis dahin größte Chance des Spiels. Kurz danach ging der KSV in Führung.

Tobias Damm: Für den Trainer war es das besondere Spiel – gegen seinen Ex-Klub. Am Ende sprach er von einem „dreckigen Sieg“ und nicht von einem überlegenen. „Wir sind schwer ins Spiel reingekommen, machen dann aber die Tore zur richtigen Zeit. Allerdings hatten wir heute auch ein bisschen Glück, dass wir in der einen oder anderen Situation nicht bestraft wurden. Besonders gut hat mir gefallen, wie sehr sich alle nach dem 1:2 in der Schlussphase reingeworfen haben“, so Damm.

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