Wiedersehen mit seinen Ex-Stürmer Tobias Damm

KSV Hessen: Heute kommt Ex-Trainer Mink mit Homburg

Matthias Mink blickt direkt in die Kamera.
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Vor vier Jahren: Matthias Mink als Trainer des KSV Hessen Kassel. Heute kehrt er mit dem FC Homburg zurück ins Auestadion. Das Spiel wird um 14 Uhr angepfiffen.

„Eigentlich fühle ich mich noch als ein relativ junger Trainer. Aber wenn ich dann auf die Bank bei Hessen Kassel schaue und dort Tobias Damm sehe, der vor ein paar Jahren in Kassel noch mein Stürmer war, merkt man, dass man älter wird.“ Sagt Matthias Mink, Trainer des Fußball-Regionalligisten FC Homburg. Heute ist der 53-Jährige zurück im Auestadion und trifft mit seiner Mannschaft ab 14 Uhr auf den KSV.

„Ich hatte eine schöne Zeit in Nordhessen, deshalb würde ich lügen, wenn es kein besonderes Spiel für mich wäre. Vor allem auch deshalb, weil ich mit Frederic Brill, Tim Brandner, Nael Najjar, Sergej Evljuskin, Marco Dawid und Sebastian Schmeer alte Bekannte wiedertreffe, die ich ja damals schon im Kader hatte“, sagt Mink. Mittlerweile ist er so etwas wie der Experte der Regionalliga Südwest, denn nach zwei Jahren beim KSV ging er 2016 zum SV Steinbach und dann 2019 zum FC Homburg.

„Geplant war das natürlich nicht. Der Vorteil ist aber, dass ich mich in dieser Spielklasse immer besser auskenne“, erzählt Mink, der bislang nicht nur zweimal den Hessenpokal gewann, sondern nun auch schon wieder im Endspiel des Saarlandpokals stand. „Leider haben wir im Elfmeterschießen gegen Elversberg verloren“, so Mink. Den Lokalrivalen hat der Schwarzwälder wie auch Ulm und Steinbach auf der Rechnung, was den Aufstieg in die 3. Liga angeht.

Nun ist es also wieder ein Verein mit viel Tradition, den Mink zum Aufstieg verhelfen soll. Ist das eine große Bürde? „Natürlich spielt die Geschichte des Klubs eine Rolle, aber im Endeffekt bist du eben dafür verantwortlich, dass die sportliche Arbeit passt und der Tabellenplatz am Ende stimmt. Da unterscheiden sich die Vereine mit viel oder wenig Tradition nicht“, sagt Mink, der auch seinen Respekt vor dieser langen Saison äußert: „Man macht sich natürlich Gedanken, Corona ist ja allgegenwärtig. Aber wir können das Ganze eben auch nicht beeinflussen.“

Das, was er beeinflussen kann, ist die heutige Partie beim KSV Hessen. „Dadurch, dass ich noch so viele Spieler kenne, kann ich meiner Mannschaft den einen oder anderen Tipp geben. Wir werden sicher gut vorbereitet in das Spiel in Kassel gehen“, versichert Mink. Fragezeichen stehen noch hinter den Einsätzen von Marcel Carl, Tim Stegerer und Ivan Sachanenko. Mit acht Toren war der FC Homburg bislang genauso erfolgreich wie der KSV Hessen. Und auch fünf kassierte Gegentreffer verbinden beide Teams.

Heute allerdings wird Mink und Damm in 90 Minuten nicht viel verbinden. Vor allem dürfte es der aktuelle KSV-Trainer gegen Homburg besser machen wollen, als der ehemalige Löwen-Coach es getan hat. Denn Matthias Mink gelang während seiner Zeit in Kassel kein einziger Sieg gegen seinen jetzigen Verein. Zwei Unentschieden (0:0, 1:1) und zwei Niederlagen (2:3, 0:2) standen zu Buche, ehe auch das allerletzte Spiel von Mink in seiner KSV-Karriere verloren ging: mit 0:1 am 21. Mai 2016 in Homburg.

(Von Torsten Kohlhaase)

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