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KSV Hessen jubelt in der Nachspielzeit - Starostzik trifft zum Sieg

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Von: Frank Ziemke

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Freude bei den Löwen nach dem Sieg gegen Bahlingen
Freude bei den Löwen nach dem Sieg gegen Bahlingen © Andreas Fischer

In einer packenden Schlussphase hat Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel gegen Bahlingen einen glücklichen, aber extrem wichtigen Sieg eingefahren.

Kassel - Was für ein furioses Ende: Die letzte Aktion des Spiels brachte Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel den Sieg. Lange lagen die Löwen hinten. 0:1, später 1:2. Verdient, weil sie gegen den Bahlinger SC zunächst überhaupt kein Mittel fanden. Doch dem Ausgleich durch Marcel Fischer folgte ein Sturmlauf, den Innenverteidiger Hendrik Staroszik in der Nachspielzeit mit dem 3:2-Siegtreffer krönte. Kurios: Starostzik hatte wie zuvor auch Stürmer Noah Jones einen Elfmeter verursacht. Beide trafen dann für den KSV.

Bahlingen war von Beginn an aggressiv. Lief die Löwen früh an. Setzte sie unter Druck. Eroberte Bälle. Das Spiel fand so anfangs überwiegend in der Kasseler Hälfte statt. In der 9. Minute mussten die Löwen schon einmal kräftig durchpusten. Nach einem Freistoß von der linken Seite kam Ivan Novacovic frei zum Schuss, drosch den Ball aber über das Tor.

Die Löwen-Defensive, in der Kevin Nennhuber doch spielen konnte und Serkan Durna für den gesperrten Nael Najjar die rechte Seite übernahm, wirkte trotzdem meist stabil. Die Bahlinger Spielweise aber behagte ihnen gar nicht. Immer wieder ging der Ball im Aufbau früh verloren. Geordnete und zu Ende gespielte Angriffe gab es nicht. In der 20. Minute schoss Durna bei einem Konter überhastet von der Strafraumkante weit über das Tor. Das war´s.

KSV Hessen jubelt in der Nachspielzeit: Ausgleich machte Mut

Dafür verhinderte Schlussmann Marlon Sündermann bei Novakovics Schuss von der rechten Seite mit einer Parade den Rückstand. Noch. Dann wurde es turbulent. Jones stieg im eigenen Strafraum unglücklich gegen Kolja Hermann ein, brachte den Bahlinger zu Fall - Elfmeter. Ex-Löwe Hasan Pepic verwandelte sicher zum 0:1. Das verdient war. Aber eben nur von kurzer Dauer. Denn drei Minuten später fiel der Ausgleich. Durch wen? Durch Jones! Bei einem Konter zog er kurz vor dem Strafraum ab, der Ball schlug am linken Pfosten ein. Ein 1:1, das aus dem Nichts kam. Und zugleich der Pausenstand war.

So hat der KSV Hessen Kassel gegen den Bahlinger SC gespielt

KSV Hessen: Sündermann - Springfeld, Starostzik, Nennhuber, Mißbach (64. Döringer), Durna - Stendera (77. Fischer), Brill, Vesco (64. Mogge) - Jones, Iksal (64. Dawid)

Bahlingen: Geng - Herrmann, Tost, Klein, Siegert (78. Trkulja) - Häringer - Gutjahr, Pepic, Bauer (89. Mourad), Novakovic (65. Kinast) - Fischer

SR: Fabienne Michel, Z: 1448

Tore: 0:1 Pepic (35., Foulelfmeter), 1:1 Jones (38.), 1:2 Pepic (62., Handelfmeter), 2:2 Fischer (81.), 3:2 Starostzik (90+4)

Gelbe Karten: Starostzik - Gutjahr

Nach dem Wechsel zeigte sich: Der Ausgleich machte zumindest etwas Mut. Kevin Nennhubers Kopfball nach einem Eckball ging ans Außennetz. Und in der 52. Minute spielten die Löwen endlich einmal einen schönen Angriff über mehrere Stationen. Nach der Flanke von Maurice Springfeld kam Jones am hinteren Pfosten aber nicht ganz an den Ball. Dass die Gäste dann in der 62. Minute erneut in Führung gingen, war trotzdem irgendwie folgerichtig – aber auch unglücklich. Sündermann war zunächst sehr aufmerksam, parierte Pepics listigen Freistoß von der rechten Seite. Nach der folgenden Ecke ertönte aber erneut ein Elfmeterpfiff. Aber war das wirklich ein Handspiel von Starostzik? Der Innenverteidiger reklamierte heftig, zeigte immer wieder auf seine Brust. Die kleinlich pfeiffende Schiedsrichterin Fabienne Michel aber hatte entschieden – und Pepic ließ sich die Chance erneut nicht entgehen.

Hessen Kassel: Umstrittener Elfmeter

Trainer Tobias Damm reagierte. Brachte mit Jon Mogge, Jascha Döringer und Marco Dawid drei offensive Kräfte, stellte auf Viererkette um. Später kam auch noch Marcel Fischer. Und diese Personalien wurden schnell sehr wichtig. In der 80. Minute bekamen die Gäste einmal mehr einen Eckball. Doch der KSV klärte mit einem langen Ball, den Dawid vor drei Gegenspielern eroberte und so eine Ecke auf der anderen Seite herausholte. Durna schlug sie, Fischer stieg zum Kopfball hoch. Er traf den Ball nicht einmal richtig, doch er trudelte abgefälscht über die Linie. Bei einem weiteren Konter nach der nächsten Bahlinger Ecke hätte der KSV bereits in Führung gehen können, doch Dawid traf den Ball freistehend nicht richtig.

Doch was nach dem bisherigen Spielverlauf undenkbar schien: Der KSV startete eine furiose Schlussoffensive. Döringers Schuss strich knapp am Tor vorbei, Mogges landete in den Armen von Geng. In der Nachspielzeit stürmte sogar Starostzik mit nach vorn. Und unglaublich: Der Innenverteidiger jagte den Ball im Nachschuss in den Winkel. 3:2! Siegtor! Abpfiff. Ja, es war ein glücklicher Sieg der Löwen. Aber es war einer, der für die Saison enorm wichtig sein kann. (Frank Ziemke)

Er will ein Glücksbringer werden: Oliver Issa Schmitt steht beim KSV Hessen vor der Rückkehr.

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