Noch lauern ein paar Gefahren

Der KSV kann im Abstiegskampf der Regionalliga nicht abschalten

Noch müssen sie aufpassen: Für den KSV und Trainer Matthias Mink ist der Klassenerhalt noch nicht komplett sichergestellt. Foto: Hedler

Kassel. Alles schaut auf das Endspiel im Hessenpokal, in dem der Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel am 13. Mai auf den Verbandsligisten VfB Gießen trifft. Aber: Auch die Liga sollten die Löwen nicht aus den Augen verlieren

Nach vier Niederlagen in Folge ist noch ein bisschen Zittern angesagt, der Klassenerhalt nicht sicher erreicht. Welche Gefahren noch lauern:

DIE GEFAHR DES MODUS 

Wenn es ganz dumm kommt, steigen fünf Mannschaften aus der Regionalliga Südwest ab. Das ist dann der Fall, wenn:

• beide Teilnehmer aus der Südwest-Staffel in den Aufstiegsplayoffs zur Dritten Liga scheitern und

• aus der Dritten Liga doch noch ein Team aus dem Südwesten absteigt. Derzeit stehen Mainz II, Stuttgart II und Großaspach über dem Strich. Allerdings: Mainz und Stuttgart sind noch in akuter Abstiegsgefahr. Nicht ausgeschlossen, dass es einen von beiden erwischt.

Gäbe es tatsächlich fünf Absteiger, ist der KSV noch längst nicht aus dem Schneider. Selbst bei nur vier Absteigern müssten die Löwen noch zittern.

Prinzipiell liegt die Anzahl der Absteiger aus der Regionalliga Südwest zwischen zwei und fünf. Sie richtet sich nach Anzahl der Aufsteiger in die Dritte Liga und nach Anzahl der Absteiger aus der Dritten Liga. Der günstigste Fall für die aktuellen Regionalligisten wäre, wenn beiden Playoffteilnehmern aus der Südweststaffel der Aufstieg gelänge und keine Mannschaft aus der Dritten Liga in die Südwest-Gruppe absteigt. Dann gäbe es nur zwei Absteiger aus der Regionalliga Südwest.

DIE GEFAHR DER SERIE 

Vier Spiele am Stück hat der KSV zuletzt in der Liga verloren, dabei nur beim 1:2 gegen Mannheim ein Tor erzielt. Bedenklich an der Talfahrt: Außer Saarbrücken waren alle Gegner hinter den Löwen platziert. Insgesamt hat der KSV im Jahr 2015 nur vier von 15 Liga-Spielen gewonnen.

DIE GEFAHR DES POKALS 

Der Halbfinalsieg im Hessenpokal gegen den Drittligisten Wehen Wiesbaden war der bisherige Höhepunkt der Saison. Nahezu ebenso bedeutend: Der Auswärtserfolg auf dem Bieberer Berg: 1:0 gegen Offenbach im Viertelfinale – das freut die nordhessische Fanseele, die nun dem Finale gegen Gießen am 13. Mai entgegenfiebert. Klar, ein Sieg würde den wichtigen Einzug in die Hauptrunde bedeuten. Aber: Die Verlängerung gegen Wehen hat Kraft gekostet. Das Gießen-Spiel vergrößert die Belastungen in der Endphase. Lenkt es auch ab von den Aufgaben in der Meisterschaft?

DIE GEFAHR DER LETZTEN SPIELE 

Die haben es nämlich durchaus in sich. Am Samstag stellt sich die Reserve des 1. FC Kaiserslautern im Auestadion vor. Es folgt eine Woche später die Partie in Trier. Die Eintracht ist am Wochenende in der Tabelle an den Löwen vorbeigezogen. Zum Abschluss geht es am 23. Mai noch einmal gegen Offenbach. Es stellt sich dann die Frage, was für den Meister wichtiger ist: Schonung für die bevorstehenden Aufstiegsspiele? Oder doch eine Revanche für die Pokalpleite.

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