Auftakt im Auesatdion 

Zweiter KSV-Sieg gegen FSC Lohfelden: Merle macht’s möglich

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Feiern die Führung: Sebastian Schmeer (hinten) und Torschütze Ingmar Merle. 

Kassel. Zweites Derby, zweiter Sieg für die Löwen. Fußball-Hessenligist KSV Hessen Kassel hat beim 1:0-Erfolg am Freitag dem FSC Lohfelden erneut das Nachsehen gegeben.

Nach dem ersten Spiel der Saison im Auestadion waren aber beide Trainer mit dem Auftritt ihres Teams zufrieden.

Der KSV Hessen Kassel

Fünfter Sieg im sechsten Spiel. 16 Punkte, 10:2 Tore. Die Löwen sind die Minimalisten in der Spitzengruppe der Liga. Im Derby reichte den Gastgeber ein Tor zum Sieg. Ingmar Merle erzielte es in der 65. Minute per Foul-Elfmeter. Das war knapp, aber es war auch verdient, weil die Gastgeber nach dem Wechsel eine deutliche Steigerung zeigten.

„Vor der Pause haben wir zu viele individuelle Fehler gemacht. Nach der Pause müssen wir die Chancen besser zu Ende spielen. Aber wir haben dominiert und deshalb verdient gewonnen“, sagt Trainer Tobias Cramer, der auch davon sprach, dass „der Gegner müde gespielt werden musste“. Das gelang zweifelsfrei.

Vor der Pause war Lohfelden gleichwertig, spätestens ab der 60. Minute aber hatten die Gastgeber die Partie komplett im Griff, hätten höher gewinnen können. 2400 Zuschauer, die es natürlich überwiegend mit den Gastgebern hielten, waren dann auch zufrieden. Zuvor hatte es einige Unmutsäußerungen gegeben. Cramer schickte deshalb einen Appell vor allem an die Besucher der Haupttribüne: „Wir haben viele junge Spieler. Mit denen müssen wir Geduld haben. Es hilft uns nicht weiter, dass da lautstark Auswechslungen gefordert werden, wenn es mal zäh wird.“

Am weitesten entfernt davon, ausgewechselt zu werden, war Ingmar Merle. Elfmeter verwandelt, Pfosten getroffen, an nahezu jeder gefährlichen Situation beteiligt und am Ende auch als linker Außenverteidiger souverän. „Inge“ war bester Mann auf dem Platz. Cramer erklärte dann auch: „Zu ihm muss ich nicht groß etwas sagen. Er hat seine Ausrufezeichen gesetzt.“

Der FSC Lohfelden

Auf der anderen Seite war auch Gästetrainer Alfons Noja trotz der Niederlage nicht unzufrieden – auch wenn es wieder nicht mit einem Sieg gegen einen der „Großen“ dieser Hessenliga geklappt hatte. „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Da hatten wir Zugriff. Da hatten wir Chancen. Da ging unser Plan auf. Nach der Pause war dann zu merken, dass personell auf der anderen Seite ein Regionalliga-Kader steht“, sagt er.

In seiner Mannschaft fehlte an diesem Abend Stammtorwart Tobias Orth, der aber gut von Neuzugang Maximilian Zunker vertreten wurde. Pechvogel war am Ende Kapitän Roy Keßebohm, der den Strafstoß mit einem Foul an Merle verursacht hatte. Noch mehr als Keßebohm regte sich aber schließlich Maurice Fiolka auf, der in der 84. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste und anschließend den Frust an einer Flasche abließ. Sein Trainer nahm das Ganze sportlicher und wünschte dem KSV den Aufstieg. Es sei wichtig. Die Region brauche das, sagte Noja.

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