KSV geht mit 6:1 in die Winterpause

Tore und Liegestütz für den Aufstieg der Löwen

Und Totti mittendrin: Das KSV-Maskottchen feiert zusammen mit Mahir Saglik, Marco Dawid und Tim Philipp Brandner (von links). Mitten im Pulk: Alban Meha. Foto: Christian Hedler

Mit einem Kantersieg als Kampfansage an die Konkurrenz in die Winterpause: Der KSV Hessen Kassel hat beim 6:1 (4:0) gegen Bad Vilbel noch einmal eine beeindruckende Offensivleistung gezeigt, wenn auch gegen einen überforderten Kontrahenten. 

Unter Trainer Tobias Damm bleiben die Löwen ungeschlagen und sind im Aufstiegsrennen endgültig wieder voll dabei. Das letzte Spiel des Jahres in Zahlen:

2 Muskelfaserrisse, im Sommer schon eine Operation: Ingmar Merle konnte in der Saison nur acht Spiele für die Löwen absolvieren. Beim 4:1 gegen Waldgirmes stand er schon sechs Minuten auf dem Platz, am Samstag gegen Bad Vilbel waren es bereits 24. Nur 120 Sekunden brauchte er nach seiner Einwechslung für den Treffer zum 6:1-Endstand. „Jegliche Spielpraxis hilft mir jetzt immer weiter. Dass es gleich mit einem Tor geklappt hat, freut mich natürlich. Trotzdem müssen wir weiter auf dem Boden bleiben“, sagte Merle.

5 Minuten, zumindest ungefähr, dauerte die Rede von Trainer Tobias Damm bei der Pressekonferenz. Warum das bemerkenswert ist? Der 36-jährige ist ansonsten zwar nicht wortkarg, fasst sich aber lieber kurz. Nach 25 Punkten in neun Spielen unter seiner Regie dankte Damm nun allen, die ihn unterstützen, angefangen bei den Spielern über das Trainerteam bis hin zu den Vereinsgremien. Er zog den Hut vor den Fans und hoffte, dass 2020 noch mehr kommen. Und er lockte Sponsoren mit dem Satz: „Euer Geld ist gut investiert.“ In Tore nämlich. 59 sind es mittlerweile, Topwert der Hessenliga.

7 Punkte Rückstand hat der KSV weiter auf Tabellenführer Stadtallendorf, der gestern das Spitzenspiel in Eddersheim kurz vor Schluss mit 2:1 für sich entschied. Dafür sind es bis Platz zwei nur noch magere zwei Zähler. Mit einem Sieg im Nachholspiel in Bad Vilbel wären die Löwen dann sogar schon vorbei.

20 Minuten benötigten die Gastgeber für vier Tore und die Entscheidung gegen Bad Vilbel. Gelaufen war die Partie im Prinzip nach nur vier Minuten. Ein Doppelschlag durch Adrian Bravo Sanchez, der sich als Kunstschütze von der Außenlinie betätigte; und ein Treffer von Alban Meha, dem ein Solo von Lukas Iksal vorausgegangen war, drückte den energischen Auftritt der Gastgeber früh auch in Zahlen aus. Die Gastgeber setzten ihren Sturmlauf fort. Lohn: Nach einem Doppelpass mit Marco Dawid traf Nael Najjar zum 3:0 (11.). Mahir Saglik (20.) erhöhte auf 4:0. Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. In der 52. Minute drückte Saglik einen springenden Ball per Kopf über die Linie. Den Ehrentreffer der Gäste (Brauburger, 69.) beantwortete Merle im Gegenzug.

70 Prozent des eigenen Körpergewichts lasten bei konventionellen Liegestützen auf den Armen. So steht es bei Wikipedia. Warum das beim KSV eine Rolle spielt? Hier die Erklärung von Adrian Bravo Sanchez: „Ich nehme jetzt mal das Wort Aufstieg in den Mund. Das ist unser Ziel, da wollen wir hin, und unsere Chancen stehen nicht schlecht. Es ist bei uns nicht verboten, darüber zu sprechen, aber ich glaube, dass mir trotzdem während der Winterpause ein paar Liegestütze drohen könnten“, sagte der Torschütze zum 1:0 mit einem Augenzwinkern.

82 Tage sind es jetzt bis zum nächsten Hessenligaspiel der Löwen, das am 29. Februar 2020 in Hadamar steigt. Eine lange Pause, die den Spielern so gar nicht passt. „Wir hätten super gern weitergespielt, wir sind absolut im Flow. Auch unter Dietmar Hirsch haben wir uns die Chancen herausgearbeitet, allerdings verwandeln wir sie jetzt auch eiskalt. Und nach frühen Toren können wir sehr viel befreiter aufspielen“, sagte Sergej Evljuskin.

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