Wegen fehlender Schiedsrichter 

KSV Hessen Kassel: Abzug von bis zu fünf Punkten droht als Strafe

Kassel. Schwarz auf weiß haben sie es noch nicht, die Höhe steht somit nicht fest – doch dass dem KSV ein Abzug von bis zu fünf Punkten droht, weil er sein Schiedsrichterpflicht-Soll nicht erfüllt, ist sicher.

„Wir werden bestraft werden, und wir werden zurecht bestraft“, sagt Vorstandsmitglied Jens Rose – und sucht gar nicht erst nach Ausreden. Vielmehr sagt er: „Wir haben das Problem nicht wahrgenommen. Wir waren mit der Rettung des Vereins beschäftigt und mit dem Abstiegskampf. Es gab niemanden, der sich um dieses Thema gekümmert hat.“

In den vergangenen Jahren war das bei den Löwen so: Die erste Mannschaft stand als Regionalligist nicht unter der Regie des Hessischen Fußball-Verbandes. Ihr drohten deshalb keine Abzüge. Auch deswegen spielte das Thema Schiedsrichter keine große Rolle. In der vergangenen Saison bekam die Reserve in der Verbandsliga zwei Zähler abgezogen. Für den Abstieg war das nicht entscheidend.

Nun aber spielt der KSV in der Hessenliga. Und es ist die am höchsten spielende Männer-Mannschaft, die die Strafe trifft. Für das Team von Tobias Cramer wäre das ein empfindlicher Rückschlag. Der Trainer möchte derzeit nichts sagen, nur: „Ich äußere mich erst, wenn feststeht, was passiert.“

Die Löwen wollen nun Signale setzen und hoffen so, eine mildere Strafe bewirken zu können. „Wir könnten versuchen, Schiedsrichter abzuwerben. Aber das halte ich für falsch. Es löst das Grundproblem nicht“, sagt Rose. Er sieht den Verein in der Pflicht, Schiedsrichter ausbilden zu lassen. Und will mit gutem Beispiel vorangehen: „Ich werde selbst an einem Lehrgang teilnehmen“, kündigt Rose an.

Die Höhe des Abzugs für den KSV und ob eine Reduzierung durch jetzt eingeleitete Maßnahmen möglich ist, das war vom Verband gestern nicht zu erfahren.

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Rubriklistenbild: © Archivfoto: Hedler/nh

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