Samstag, 14 Uhr, Auestadion 

KSV Hessen empfängt Dreieich: Der kleine Wermutstropfen

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Grübelt: Tobias Damm, Trainer des KSV Hessen Kassel. 

Kassel – Wermutkraut enthält eine hohe Konzentration an Bitterstoffen. Die Bedeutung des Wermutstropfens als Redewendung ist da nicht weit hergeholt.

Er gibt dem Schönen einen bitteren Beigeschmack. Und auf der Suche nach dem Wermutstropfen in der Amtszeit von Tobias Damm beim Fußball-Hessenligisten KSV Hessen Kassel bleibt nur eine Sache: Das Hinspiel gegen den SC Hessen Dreieich. Das klingt bei einem 2:2 auswärts gegen einen Regionalliga-Absteiger zwar übertrieben – aber die anderen neun Partien wurden allesamt gewonnen.

Morgen treffen beide Teams erneut aufeinander. Dieses Mal im Auestadion (14 Uhr). Es ist das erste Restrunden-Heimspiel für die Löwen. Es sind insgesamt nur noch 13 Partien bis zum Saisonende. Und die erste schwierige Aufgabe hat der KSV am vergangenen Wochenende beim 8:0-Sieg in Hadamar mit Bravour gelöst. 8:0 – dabei hatte nicht nur Damm vorher vom vielleicht schwierigsten noch ausstehenden Auswärtsspiel gesprochen.

Vor der Partie gegen Dreieich sagte der Coach nun, der Gegner sei in der Hinrunde der spielstärkste gewesen. Und vielleicht tut es den Löwen auch ganz gut, dass nach dem Spektakel von Hadamar gleich wieder eine schwere Aufgabe ansteht – um gar nicht erst die Zügel schleifen zu lassen. Damm hat in dieser Hinsicht keine Sorge: „Das muss ich den Spielern gar nicht sagen. Es war ein Tag, an dem alles gepasst hat. Das wird aber nicht immer so laufen. Da müssen wir die Kirche im Dorf lassen.“

Für den Gast aus Südhessen ist die Partie in Kassel die vielleicht letzte kleine Möglichkeit, noch den Anschluss an die vorderen Plätze herzustellen. Dafür hat sich das Team von Trainer Lars Schmidt in der Winterpause noch einmal verstärkt. Von Fortuna Köln (Regionalliga West) kam Außenverteidiger Alem Koljic und vom FSV Frankfurt (Regionalliga Südwest) Linksaußen Marcus Weinhardt. Zudem holte Dreieich Masse Bell Bell von Ligakonkurrent Friedberg. Außerdem stießen Sinisa Alempic, Vladimiros Safaridis und Yilmaz Kilic zum Team. Kilic, Alempic und Koljic standen beim 2:0-Sieg am vergangenen Wochenende in Waldgirmes in der Startelf, Weinhardt wurde eingewechselt und traf zum 2:0.

„Wenn Dreieich noch mal einen Lauf hat, dann gibt es auch die Chance, oben anzuklopfen“, sagt Damm. Im Hinspiel lagen die Löwen 2:0 vorn – und das bis kurz vor dem Abpfiff. In der Nachspielzeit (90.+4) gelang Toni Reljic dann doch noch der Ausgleich. Der Anschlusstreffer war erst in der 89. Minute gefallen – ein Eigentor von Alban Meha. „Wir haben da eines unserer stärksten Spiele gemacht. Taktisch, läuferisch und kämpferisch. Es war sehr intensiv“, sagt Damm.

Ein ähnliches Spiel könnte die Zuschauer auch heute wieder erwarten. Neben den Langzeitverletzten Tim Brandner, Kevin Nennhuber, Alexander Mißbach und Niklas Hartmann fehlt Damm nur Jon Mogge, der wegen einer Erkältung passen muss. Die, die spielen, sollten bis zum Schluss aufmerksam sein. Damit es nicht wieder einen Wermutstropfen gibt.

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